Serien sind das neue Kino. Ein Satz, der im Zeitalter von Serien wie “Game of Thrones“, “House of Cards“, “The Walking Dead“ und “True Detective“ immer häufiger fällt.

2018 wird Game of Thrones enden. Fakt ist, dass HBO einen würdigen Nachfolger braucht. Und diese Nachfolge soll “Westworld“ antreten. Vergangene Nacht startete die Serie bei HBO. Wenigen Stunden danach, lässt sich hier in Deutschland, das Spektakel über SkyGo oder SkyOnDemand anschauen. Doch worum geht es überhaupt ?

Westworld ist eine Serienadaption des gleichnamigen Films von 1973, Darin geht es um einen futuristischen Vergnügungspark, in dem Roboter den Gästen dabei helfen, in Fantasiewelten einzutauchen. Eines Tages führt ein Vorfall dazu, dass die Roboter eine Fehlfunktion erleiden und die Gäste attackieren. Hinter dem Projekt stehen Jonathan Nolan (Person of Interest), seine Ehefrau Lisa Joy, die zusammen das Drehbuch schrieben, sowie J.J Abrams, der als Executive Producer fungiert. Im Cast ist unter anderem Schauspiel-Legende Anthony Hopkins, Ed Harris, Jeffrey Wright und Evan Rachel Wood dabei.

Westworld beginnt mit einem sehr imposanten Intro. Philosophisch angehaucht, visuell sehr einfallsreich gestaltet und mit einem schönen Score. Und eins wird schnell klar, Jonathan Nolan und Lisa Joy wissen genau, was sie wollen. Der Zuschauer wird direkt in diese mysteriöse Welt geworfen und lernt die Charaktere nach und nach kennen. Zu allererst sind das Dolores Abernathy und Teddy Flood. Dolores lebt auf einer Farm mit ihrem Vater. Ihr Tagesablauf ist strickt geregelt. Besucher im Themenpark Westworld dürfen den Wilden Westen in realistischem Setting nachspielen. Sie werden von „Gastgebern“, lebensechten und intelligenten Roboteranimateuren, empfangen, dürfen mit ihnen in Abenteuer ziehen, sie erschießen, mit ihnen schlafen, sie vergewaltigen. Die Roboter hingegen können die menschlichen Gäste nicht verletzen, hinter den Kulissen wacht eine riesige menschliche Belegschaft über die Erfahrung der Gäste. Diese wird angeführt von Robert Ford (Anthony Hopkins), dem Erschaffer von Westworld. Unterstützt von seinem Partner, gespielt von Jeffrey Wright. Ed Harris tritt hier Gunslinger auf, seine Performance ist absolut beeindruckend. Er ist derjenige, der die Roboter in Westworld auf teilweise perfide Art und Weise umbringt. Doch schauspielerisch ist Westworld auch ansonsten ein absolutes Non plus ultra. Jede einzelne Nebenrolle ist exzellent besetzt und wenn dann Schauspiel-Legende Anthony Hopkins das erste mal in Erscheinung tritt, ist das einfach nur beeindruckend und sorgt für Gänsehaut. Hinter den Kulissen von dieser Welt intrigieren Geldgeber, Sicherheitsleute, Wissenschaftler, Ingenieure. Sie führen Updates durch, kontrollieren die Welt zu jedem Zeitpunkt und schreiben die Scripte, zu den Ereignissen, die jeden Tag durchgeführt werden. Jedoch merken die Roboter mit zunehmender Zeit, dass etwas mit dieser Welt nicht stimmt. Sie hinterfragen, haben Angst und wollen die Wahrheit wissen. Einer dieser Roboter entdeckt ein Foto. Auf diesem ist eine Frau zu sehen. Sie steht vor dem Empirie State Building. Das sorgt natürlich für Verwirrung. Was ist das für eine Welt, in der sich diese Frau befindet ? Dabei wirft Westworld natürlich auch moralisch viele Fragen auf. Mit der Erkenntnis, dass die Roboter langsam aber sicher dahinter kommen, was mit dieser Welt los ist, endet die Pilotfolge.

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Fazit: der erste Eindruck könnte kaum besser sein. HBO’s Westworld ist eine der teuersten Serien aller Zeiten. Und das sieht man. Visuell von einem Kinofilm nicht zu unterscheiden, mit einem Cast, bei dem sich jeder Regisseur die Finger nach lecken würde, toller musikalischer Untermalung und einer sehr interessanten und durchdachten Story, hat dieses Projekt definitiv Potential, der Nachfolger von Game of Thrones zu werden!

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