Nach Folge 3 gibt es auch zur vierten Folge von Game of Thrones einen kleinen Blick auf die Details, Anspielungen und Referenzen.

Falls es nicht klar sein sollte: Es folgen Spoiler zu Staffel 7, Folge 4 – Kriegsbeute!

Chaos ist eine Leiter

Relativ früh in der Folge trifft Kleinfinger auf Bran und übergibt ihm den valyrischen Dolch, mit welchem Bran in der ersten Staffel umgebracht werden sollte.
Als Kleinfinger (mal wieder) eine manipulative Rede anstimmen will und „Chaos“ als Schlüsselwort benutzt, fällt der junge Stark ihm in’s Wort
„Chaos ist eine Leiter.“ sagt er und Kleinfinger stoppt, als Meera in den Raum tritt.

Genau das sagte Kleinfinger in Staffel 3, als er in einem Dialog mit Varys seine Motive offenlegt:
Chaos ist kein Abgrund, Chaos ist eine Leiter. Viele, die versuchen sie zu erklimmen, scheitern und dürfen es nie wieder versuchen. Sie zerbrechen an ihrem Sturz. Und manchen wird die Gelegenheit geboten, sie zu erklimmen, doch sie weigern sich, sie klammern sich ans Reich, oder an die Götter, oder an die Liebe. Illusionen, nur die Leiter ist echt. Der Aufstieg ist alles!

Wenn Bran dieses Gespräch gesehen hat, dann liegt die Annahme sehr nahe, dass er ebenfalls über Kleinfingers Verrat an seinem Vater Ned Stark bescheid weiß.

Die goldene Kompanie

Cersei erzählt dem Gesandten der Eisernen Bank Tycho Nestoris, dass ihre Hand Qyburn mit der Goldenen Kompanie Kontakt aufgenommen hat.

Bei der goldenen Kompanie handelt es sich um eine Gruppe von über 10,000 Söldnern (ähnlich den Zweitgeborenen von Daario Naharis).

Die Goldene Kompanie wurde vorher bereits erwähnt: In einem Gespräch zwischen Davos und Stannis und ein ander Mal, als enthüllt wird, dass Jorah eine Zeit lang zur Goldenen Kompanie gehörte, bevor er sich Daenerys und Viserys anschloss.

In den Büchern ist die Goldene Kompanie angeblich die gefährlichste und teuerste Söldner-Kompanie der freien Städte. Sie wurde damals vom Targaryen Bastard Aegor Strom (bekannt als Bitterstahl) ins Leben gerufen, welcher Daemon Schwarzfeuer bei der Schwarzfeuer-Rebellion unterstützte und mit dessen Söhnen nach Essos flieh

Wenn Cersei wirklich diese Armee für sich gewinnen könnte, dann könnte der Krieg einige interessante Wendungen nehmen.

 

Niemand lässt Arya durch

„Kriegsbeute“ bringt uns endlich eine kleine Stark-Wiedervereinigung, doch bevor Arya Winterfell betreten kann, wird sie von 2 Wachen aufgehalten, die sie zunächst hereinlassen wollen, da sie sie für eine Betrügerin halten.

Das selbe geschah ihr in Folge 5 von Game of Thrones, als sie in Königsmund Katzen jagte und sich in den Katakomben verirrte.

Dieser Callback zeigt auf, dass Arya erwachsener geworden ist und in der Situation anders reagiert – im Roten Bergfried versuchte sie die Wachen mit mehr Hintergrundinformationen zu überzeugen, sie besser einzulassen und drängte darauf, während sie in „Kriegsbeute“ wesentlich gefasster und reifer reagiert und sich auf ihre Cleverness beruft.

The Rains of Castamere

Ein kleines musikalisches Detail:
Während in „Gerechtigkeit der Königin“ die Lannisters triumphierten, wurde eine sehr starke Version der Lannister Hymne „The Rains of Castamere“ gespielt.
Als Jaime auf dem Feld jedoch sieht, wie seine Männer von den Dothraki niedergemacht werden und im Feuer verbrennen, wird eine leisere, traurigere Melodie des Liedes gespielt.

 

Die Symbole der Kinder des Waldes kennen wir bereits

Als Jon Daenerys die Drachenglas-Höhle zeigt, macht er sie außerdem auf die uralten Zeichnungen der Kinder des Waldes aufmerksan. Hier sind neben Abbildungen der Weißen Wanderer (der Nacht König mit Bard?!) auch bekannte Symbol zusehen: Das Spiral-Muster zum Beispiel.

Diese Muster sahen wir bereits in Staffel 3, als Mance Rayder die Weißen Wanderer als „Künstler“ betitelte, da sie die Überreste von Menschen und Pferden in einer Spiral-Form anordneten.

Wir wissen nicht genau, was es bedeutet – aber das Muster tritt später (oder früher) erneut auf, als wir sehen, wie die Kinder des Waldes den Nachtkönig erschufen – an einem Baum gefesselt, welcher im Zentrum des Musters steht.

Selbes Gespräch, andere Position

In der Höhle kommt es außerdem zum Austausch zwischen Jon und Daenerys.
Dany versichert Jon, sie würde für den Norden kämpfen, wenn er das Knie beugen würde.
„Mein Volk wird keinen Herrscher aus dem Süden akzeptieren – nicht nach all dem, was sie durchmachen mussten.“ entgegnet der König des Nordens und
Daenerys fragt, ob das Überleben seines Volkes nicht wichtiger wäre, als sein Stolz.

Fast genau das selbe Gespräch hatte Jon mit Mance Rayder, dem Anführer der Wildlinge.

Als Stannis Baratheon an der Mauer auftaucht und Mance gefangen nimmt, eröffnet er ihm, dass er ihn leben lassen wird, wenn er das Knie beugt.
Nachdem dieser ablehnt, besucht Jon ihn in seiner Zelle, um ihn zu überzeugen das richtige zu tun.

„Ist denn nicht ihr Überleben wichtiger als dein Stolz?“ fragte Jon den König.
Mance entgegnet daraufhin, dass es nicht um Stolz geht, sondern dass sein Volk ihm folgt, weil es an ihn glaubt und ihn respektiert, dieses Vertrauen jedoch weg wäre, wenn er sich einem südlichen Herrscher beugen würde. Außerdem will er nicht, dass sein Volk in den Kriegen eines Fremden stirbt.

Auch wenn Jon damals Mances Entscheidung nicht verstehen konnte, so hat er seitdem einiges gelernt und versteht es nun.
Das Vertrauen seines Volkes zu missbrauchen und sie einem neuen, unbekannten Herrscher zu übergeben, ist ihre Leben nicht wert – der Norden würde vermutlich gespalten werden und wäre somit noch angreifbarer für den Nachtkönig. Somit wäre Jon nicht nur für den Tod seines Volks verantwortlich, sondern hätte auch seine Ehre und ihr Vertrauen und Respekt verloren.

 

 

 

Davos korrigiert die Grammatik, so wie Stannis es immer tat

 

Etwas, was in der deutschen Synchronisation komplett untergegangen ist:
Während sich Jon und Davos über das „gute Herz“ von Daenerys unterhalten, will der König des Nordens das Thema wechseln, um über den Nachtkönig zu reden:
„How many men do we have in the north to fight? 10,000? Less?“ fragt er.
Davos antwortet mit „Fewer“ und Jon reagiert mit einem „Was?“

Das ist ein Callback an Stannis:  Die „Less/Fewer“ Problematik trat bereits öfter auf und Stannis korrigierte sie.
Davos, der seine Hand war, scheint diese Seite seines verstorbenen Königs weiterhin zu ehren.

 

Daenerys und das Haus Stark?

Seit Beginn der siebten Staffel folgten alle Outfits von Daenerys einem selben Muster: Sie sollten ihre Herkunft als Targaryen betonen und weisen sogar manchmal Ähnlichkeiten zu ihrem Bruder Viserys auf.
Die Seite Thisinsider hat sich mit der Kostüm-Designerin Michele Clapton unterhalten und erfahren, dass jedes kleine Detail der Kostüme darauf hinweist, was der Charakter fühlt oder denkt – daher ist es umso überraschender, dass Daenerys, welche bisher fast nur rote Umhänge (die Farbe der Targayens) plötzlich ein silber-graues trägt, welche die Farben der Starks wiederspiegeln.

Hier kann man nun sehr viel reininterpretieren – während einige Fans darin absolut nichts sehen, deuten andere es so, dass sich die Beziehung der beiden etwas freundlicher entwickelt. Dieser Autor hier denkt bei dem Thema Umhängen und Farben jedoch an eine ganz andere Sache (vor der er sich erst gesträubt hat):
In Westeros ist es üblich, dass die Braut bei der Hochzeit zunächst einen Umhang in den Farben ihres Hauses trägt und dann den Umhang des Hauses ihres Gatten übergestreift bekommt – könnte es sich hier um das gute alte „Foreshadowing“ handeln und darauf hindeuten, dass sich zwischen Jon und Daenerys wesentlich mehr entwickeln könnte?
Die Showrunner der Serie haben jedenfalls bestätigt, dass die beiden sich zueinander hingezogen fühlen.

 

Jon und Daenerys denken ähnlich

In Staffel 6 treffen Jon Schnee und sein Gefolge auf Ramsay Bolton, bevor die Schlacht der Bastarde losgeht. Jon will Ramsay dazu bringen einem Mann-gegen-Mann Duell zuzustemmen und reagiert auf die Ablehnung mit der Frage, ob seine Männer für ihn kämpfen würden, wenn sie wüssten, dass er nicht für sie kämpfen will.

Daenerys hat etwas sehr ähnliches in der aktuellen Folge entgegnet: „Was für eine Königin bin ich, wenn ich nicht bereit bin mein Leben zu riskieren und für sie zu kämpfen?

 

Robert Baratheons erste Tötung.

Die aktuelle Folge hatte einige Callbacks zu einer Szene mit Robert Baratheon aus der ersten Staffel.
In einem Gespräch mit Barristan Selmy erzählt Robert von seiner ersten Tötung – ein Tarly Bursche bei der Schlacht von Sommerhall.
Sein Pferd bekam einen Pfeil ab, also musste er absteigen und ein „dummer Hochgeborener“ dachte, er könne die Rebellion beenden, indem er auf ihn zustürzte.
Außerdem entgegnete er dort, dass einem nie vorher jemand sagt, dass sich jeder vor dem Tod einscheißt.

Während des Kampfes in Kriegsbeute bekommt Drogon einen Pfeil ab und Daenerys muss absteigen – und ein Hochgeborener versucht, den Krieg mit einem Hieb zu beenden (wie das endet, wissen wir ja).

Vor dem Angriff berichtet der junge Dickon Tarly außerdem davon, dass es bei der Schlacht von Rosengarten gestunken hat und wird von Bronn unterbrochen, der ihn daraufhinweist, dass sich die Menschen einscheißen und man es den noblen Jungen wohl nicht vorher beibringt.

Außerdem „warnte“ König Robert in der ersten Staffel bereits vor einem Kampf mit dem Dothraki und meinte, dass nur ein Idiot sich ihnen im offenen Feld stellen würde (was geschah).

Das Feld des Feuers

Bücherwürmern kamen die Bilder der letzten Minuten vermutlich etwas bekannt vor.
Daenerys und ihr verderbnisbringender Drache Drogon stellten das „Feld des Feuers“ nach.
Aegon Targaryen schaltete in einer Schlacht die Armeen der Häuser Lannister und Gardener aus.
Haus Gardener herrschte früher über Rosengarten und die Weite, bis sie gänzlich im Feld des Feuers ausgelöscht wurden – daraufhin wurde Rosengarten von Aegon Targaryen an das Haus Tyrell vergeben.

Kleine nennenswerte Details:

Zu Beginn der Folge sprechen Bronn und Jaime über den Krieg, Belohnungen und das Leben – hier entgegnet Jaime, dass einen bestimmte Dinge herunterziehen können. Die letzte Einstellung der Folge zeigt, wie Jaime in die Tiefe des Sees heruntergezogen wird.

 

Auf dem Schlachtfeld sieht Jaime, wie seine Männer von deinem Targaryen verbrannt werden und beschließt einzuschreiten und Daenerys zu töten – als Daenerys Vater, der irre König herrschte, ließ er Menschen bei lebendigen Leib verbrennen – es war Jaime, der dem ein Ende setzte und ihn tötete.
Herr der Ringe: Wer beim Anblick des Skorpions an Der Hobbit denken musste, war nicht alleine – so wurde Smaug besiegt. Doch neben dieser Ähnlichkeit versteckt sich in Tyrions „Flieh, du Idiot!“ eine Anspielung an Gandalf aus „Die Gefährten“

 

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