Der Hexer Geralt kehrt zurück.
Wir haben für Euch das neue Rollenspiel aus dem Haus CD Project Red ausgiebig getestet.
Wird es seinen Erwartungen gerecht? Nein. Es hat sie sogar übertroffen.

[toggler title=“Story und Spielwelt“ ]Wir möchten an dieser Stelle garnicht so viel über die Story verraten. Das würde euch die Spannung nehmen. Das wollen wir so gut es geht vermeiden. Nur soviel dazu: Die Story basiert auf einem gesammtelten Buch von Andrzej Sapkowski. So wie man Sie aus dem Buch kennt, wird sie auch umgesetzt. Es gibt nur wenige Abweichungen. Neben einem tosenden Krieg geht es unter anderem um ein Mädchen Namnes Ciri. Das ist das junge Mädchen mit aschweißem Haar die ihr bereits in den Trailern zu The Witcher 3 sehen konntet. Wie bereits aus dem Trailer hervorgeht seit ihr auf der Suche nach ihr. Aber erst wenn ihr sie gefunden habt kommt die Story so richtig in Fahrt. Kaum ein Spiel hat es geschafft uns so sehr im Bann der Story zu halten wie The Witcher 3. Dies ist aber durch aus der äußerst lebendigen Spielwelt zuzuschreiben. Jeder Charakter, selbst einfache Non-Story-NSCs haben etwas interessantes zu berichten und auch die Nebenquests passen 1:1 in das Spielgeschehen und stellen nur selten eine einfache Sammelaufgabe dar. Wir würden sogar behaupten das The Witcher 3 die ausgeklügelsten und stimmigsten Nebenaufgaben überhaupt in einem Action-Rollenspiel dieser Art besitzt. Die Story beschränkt sich nicht nur auf die Haupthandlung. Eure Entscheidungen haben Einfluss auf die Welt. Macht sie zu einem besseren Ort, oder schaut Ihr beim sterben zu. Es ist eure Wahl. Das einzige was uns etwas negativ aufstoßen lies ist die lange Sucherei nach Mitstreitern, welches die sonst recht aufregende Story im ersten Drittel etwas lahm erscheinen lies. Das Spiel umfasst locker 160+ Stunden an Aufgaben. Der Entwickler hat kein bisschen übertrieben. Wir selbst wollten es uns eigentlich kaum anmaßen das Spiel zeitlich eingliedern zu wollen. Selbst wir fragen uns ob wir nicht irgendwo auf dem Weg der Hauptstory noch eine lange Questreihe haben liegen lassen. Die Spielwelt ist gut 3x so groß wie sein etwas in die Jahre gekommener Konkurrent Skyrim und prall gefüllt mit Aufgaben. In der Welt von The Witcher 3 wird euch nie langweilig.[/toggler]

[toggler title=“Gameplay“ ]CD Project Red hat sich die Kritik an den ersten beiden The Witcher Teilen zu Herzen genommen. Oft wurde das Kampfsystem der alten Spiele bemängelt – und was in The Witcher 2 bereits grob verbessert wurde – hat in The Witcher 3 seine Perfektion erreicht. Die Kämpfe haben tolle Animationen, laufen flüssig und die Finishing Moves sind äußerst blutig. Die schon aus den Alten bekannten Mutagen-Fertigkeiten sind stimmig in das Kampfsystem integriert und haben nützliche Effekte. Trotzdem hätten wir uns mehr Variation bei der KI gewünscht. Die Meisten humanoiden Gegner sind selbst auf der Höchsten Schwierigkeit mit den selben Taktiken zu besiegen. Lediglich bei den Monsterjagden, die aber nicht Teil der Hauptstory sind, findet man eine Abwechslungsreiche Herausforderung – welche sich in den Arten aber auch später schnell wiederholen. Die Steuerung ist leider sehr träge und das ist auch der Grund für unseren Punktabzug. Die Steuerung fühlt sich vehement so an als hätte man einen 20ms Input-Lag und tut der sonst sehr hohen Qualität des Spiels und der Mechanik leider nicht gut. Man merkt, dass das Spiel für die Next-Gen Konsolen entwickelt wurde. Wir empfehlen euch einen Controller. Trotzdem ist die Umsetzung für die PC-Version gut gelungen und sollte euch nicht abschrecken. Die Steuerung funktioniert so wie sie soll und mit den neusten Patches sind auch alle Tastenkombinationen und Festlegungen änderbar. Man merkt lediglich das die Bewegungsabläufe für den Controller konzipiert waren. The Witcher 3 hat ein sehr vereinfachtes Crafting System. Ihr habt die Möglichkeit euch bei einem Schmied Ausrüstung bzw. Schwerter herstellen zu lassen gegen die Abgabe von Rohstoffen und einer kleinen Gebühr. Das System tut was es soll, die Einfachheit ist uns nicht negativ aufgestoßen. Selbiges gilt für das Alchemiesystem. Ihr könnt von Monstern oder von Pflanzen Rohstoffe sammeln, die ihr letztendlich in die Herstellung von Tränken, Ölen und Bomben stecken könnt. Dieses System hat uns gut gefallen. Es gibt für jeden Gegner-Typen ein Waffenöl, sowie verschiedene Bomben und Tränke für alle möglichen Effekte. Bei höheren Schwierigkeitsgraden wird sehr viel Wert darauf gelegt diese auch zu benutzen, sie geben euch gegenüber den Monstern einen signifikanten Vorteil. In The Witcher 3 könnt ihr wie in fast jedem bekannten Rollenspiel Erfahrungspunkte sammeln und euren Charakter verbessern. Es gibt ein Skillsystem das entweder eure kämpferischen Fähigkeiten, eure Alchemistischen Fähigkeiten oder eure Mutagen-Kräfte verstärkt. Zusätzlich dazu habt ihr die Möglichkeit bestimmte „Mutagene“ frei zu wählen und mit euren Skills zu kombinieren um stärkere Effekte zu erzielen. So macht ihr in den freien Mutagen Platz ein Rotes Kampf Mutagen das die Angriffskraft verstärkt und wählt dazu verschiedene rote Kampffähigkeiten. Der Kampfkraftzuwachs des Mutagens wird dann mit der Anzahl eurer passenden Fähigkeiten multipliziert und ihr erhaltet einen dicken Bonus auf eure Angriffskraft. Das gleiche Prinzip gilt für Alchemie und eure Kräfte. [/toggler]

[toggler title=“Grafik“ ]Die Grafik in The Witcher 3 hatte zum Start etwas mit Kritik zu kämpfen, nachdem Sie nicht 1:1 wie auf der damaligen E3 Vorstellung aussah. CD Project Red musste bestimmte Dinge wie Schatten und Sichtweite runterregulieren um die Performance für den Otto-Normal Verbraucher nicht in den Keller sinken zu lassen. Auf der PC Version habt ihr die Möglichkeit per Config-Tweaks die Grafik so herzurichten wie sie auf der E3 zu sehen war und das Maximum aus dem Spiel zu holen. Wir haben allerdings schnell festgestellt das unser Computer an seine Leistungsgrenze gekommen ist und haben darum auch verstanden warum sich CD Project Red für den Downgrade entschieden hat. Obwohl Downgrade vielleicht das falsche Wort ist, denn die Grafik ist stimmig, atmosphärisch und sieht allgemein verdammt gut aus.Das könnt ihr wunderbar in dem oben verlinkten Trailer beobachten der 1:1 die Spielgrafik darstellt und nichts verschönigt. Außerdem ist die Performance entscheident und da hat CD Project Red eine Glanzleistung geschafft die kaum ein Entwickler hinbekommt. Das Spiel ist auch auf vergleichsweise alten Rechnern gut spielbar und braucht keinen NASA-Computer um flüssig zu laufen. [/toggler]

[toggler title=“Audio & Soundtrack“ ]Die Vertonung von The Witcher 3 ist sowohl auf Englisch als auch auf Deutsch eine Glanzleistung. Jeder Synchronsprecher hat definitiv seine Rolle verinnerlicht und es gab keinen einzigen Moment wo ich jemandem seine Emotionen nicht abgekauft hätte. Jeder Charakter ist vertont, auch kleine NSCs haben etwas zu sagen. Negatives können wir dazu nicht berichten. Der Soundtrack für The Witcher 3 von Marcin Przybylowicz & Mikolai Stroinski gefällt uns sehr gut und passt stimmisch in die Welt des Hexers. Die Musik hat passend zur Spielwelt einen sehr dunklen mittelalterlichen Touch. Besonders ins Ohr schleichen sich die akustischen Gitarren verbunden zusammen mit Flöten und Streichern. Das schöne an dem Soundtrack ist, das er eindeutig mit The Witcher in Verbindung gebracht werden kann. Es hört sich nicht wie der typische leicht zu verwechselnde Mittelalter-Fantasy Soundtrack an – er hat seinen ganz eigenen Charme. Er hat auf jedenfall Ohrwurmcharakter. Das einzige was uns gefehlt hat ist der eine epische Titel-Soundtrack den jedes Videospiel braucht. Die Atmosphäre ist klasse und gliedert sich gut ins Spiel ein. Nur fehlt uns der eine entscheidende Gänsehaut-Moment den uns z.B. ein Skyrim mit „Dragonborn“ geben konnte. Trotzdem zählt der Soundtrack von The Witcher 3 zu den hochwertigsten die wir jemals gehört haben und verdient sich Respekt. Wie bei Musik so üblich hat jeder seinen eigenen Geschmack und deswegen möchten wir euch ans Herz legen einfach einmal reinzuhören: [/toggler]

 

 

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