Es ist mal wieder soweit. Der Splitter-Verlag hat uns einige schöne Exemplare von Comics zugeschickt. Dazu gehört auch der Action-Kracher Lazarus von Greg Rucka. Für einen eingefleischten Superheldenfan wie mich, war Lazarus neben Sherlock Holmes und Mouseguard, der erste Comic der nichts mit den bekannten Marvel und DC Charakteren zu tun hatte. Ich bin also ohne große Erwartung an das Werk rangegangen und wurde positiv überrascht.

Lazarus 6

Eve „Forever“ Carlyle ist die Tochter einer der herrschenden Familien in unserer Geschichte. Sie besitzt dieunglaubliche Fähigkeit den Tod zu überwinden und Wunden außergewöhnlich schnell zu heilen. Doch diese erhält sie nicht durch irgendwelche Superkräfte sondern von besonderen Implantaten, die in ihren Körper eingepflanzt wurden. Neben diesen Kräften ist sie außerdem im Gebrauch von Waffen und dem Nahkampf ausgebildet, was sie zur perfekten Waffe zum Schutz ihrer Familie macht. Doch warum braucht ihre Familie diesen besonderen Schutz?

Lazarus BloodUm diese Frage zu klären, betrachten wir die Umstände die in der Geschichte herrschen. Die Gesellschaft besteht aus drei Gruppen: Familie, Knechte, Abfall. Jeder Mensch wird einer dieser Gruppen zugeordnet, wobei die absolute Mehrheit als Abfall gekennzeichnet wird. Bekannt sind zwei Familien mit einer kleinen Anzahl an Mitglieder (5-10), die Carlyles und die Morrays. Beide Familien besitzen sogenannte Knechte, welche allen Befehlen gehorchen müssen, die sie von den Familien erhalten. Wie es genau zu dieser Gesellschaftsstruktur gekommen ist, wird in den US-Ausgaben 1 bis 4, welche sich im ersten Band der deutschen Reihe befindet, nicht erläutert.

Zu Beginn des Comics befinden sich die beiden Familien im Krieg, doch aufgrund immer schlechter werdender Umstände entschließt sich der Vater der Carlyles Verhandlungen aufzunehmen und schickt daraufhin seine Tochter Forever zum Oberhaupt der Morrays. Wie es leider üblich ist, verläuft das Ganze natürlich nicht ohne Komplikationen, die durch einen gravierenden Verrat ausgelöst werden. Um der Spannung an dieser Stelle nicht entgegen zu wirken, möchte ich nicht weiter erzählen. Nur eins bleibt noch zu sagen: Die Geschichte hält für unsere Protagonistin eine schauerhafte Enthüllung bereit, die das Schicksal der Familien verändern könnte.Lazarus Fight

Wer auf Action und ein bisschen Blut steht ist mit diesem Comic sehr gut beraten. Die Geschichte um eine Frau mit besonderen Fähigkeiten liefert nicht nur coole Kämpfe sondern auch Denkanstöße zu unglaublich wirkenden Umständen, die aber in Teilen unserer Welt in anderen Formen durchaus greifbar sind. Greg Rucka hat mich überzeugt und ich werde mir den zweiten Band auf jeden Fall holen. Dazu beigetragen haben natürlich auch die Zeichnungen von Michael Lark und die Kolorierung von Santi Arcas.

Für eine Abwechslung in eurer Comicsammlung auf jeden Fall einen Blick wert!

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