Inhumans ist die neueste ABC-Marvel-Serie, die am 29.09.2017 in den USA angelaufen ist. Wir haben uns die Serie mal für euch angeschaut.

Die Story

Inhumans baut auf Agents of S.H.I.E.L.D. auf und erzählt die Geschichte einer Kolonie von Inhumans, die vor langer Zeit von der Erde geflohen sind und auf dem Mond eine Kolonie errichtet haben. Angeführt werden sie von einer Königsfamilie und leben in der Stadt Attilan, die unter einer Kuppel errichtet wurde. Diese Stadt ist von außen nicht zu sehen.

Während uns zunächst glauben gemacht wird, es wäre eine Zuflucht, in der Inhumans in Frieden leben können, so wird schnell klar, dass es ein Zweiklassen-System gibt. Nachdem die Bewohner im Teenageralter ihrer Transformation unterzogen werden und ihre Fähigkeiten ans Tageslicht kommen, werden sie entweder geschätzte Mitglieder der Gesellschaft oder zur Arbeit in den Mienen verdammt. Die Stadt ist überbevölkert und die Bewohner sind unzufrieden.

Die Charaktere

Black Bolt ist der König. Er besitzt telepathische Fähigkeiten und spricht nicht mehr, weil seine Worte alles vor ihm zerstören. Er möchte am Status Quo festhalten und versucht die Menschen auf der Erde zu meiden, da er einen Krieg befürchtet, sollten sie von der Existenz der Inhumans erfahren. Seine Devise ist Abwarten. Gespielt wird er von Anson Mount (Hell on Wheels).

Sein Bruder Maximus hat keine Fähigkeiten bei seiner Transformation erlangt, was ihn eifersüchtig macht, aber auch die Leiden der unteren Bevölkerungsschicht näher bringt. Er steht in der Opposition zu seinem Bruder und plant die Regierung abzulösen. Gespielt wird er von Iwan Rheon (Game of Thrones).

Medusa ist die Königin, und wie ihr Name vermuten lässt kann sie ihre Haare wie Schlangen bewegen. Sie hat eine tiefe Verbundenheit zu Black Bolt und interpretiert seine Gedanken in Worte. Gespielt wird sie von Serinda Swan (Graceland).

Ihre Schwester Crystal schießt Feuerstrahlen aus ihrer bloßen Hand. Inwiefern hier noch weitere Elemente dazukommen, wie in den Comics war aus der Serie bislang nicht ersichtlich. Ihr Haustier Lockjaw – eine riesige Bulldogge – besitzt die Fähigkeit sich selbst und andere Personen zu teleportieren. Sie wird gespielt von Isabelle Cornish (Puberty Blue).

Karnak ist der königliche Berater. Er besitzt die Fähigkeit Dinge bis ins letzte Detail zu analysieren und kann daher den Verlauf abschätzen und beeinflussen. Ob dies nun eine natürliche Fähigkeit wie in den Comics oder in der Serie eine übernatürliche Inhuman-Fähigkeit ist, ist noch nicht abzusehen. Gespielt wird er von Ken Leung (Lost).

Gorgon ist der Hauptmann der Königwache. Seine Transformation hat ihn mit Hufen und übernatürlich kräftigen Beinen ausgestattet. Er bevorzugt ein aggressives Vorgehen, steht aber Treu zu Black Bolt. Gespielt wird er von Eme Ikwuakor (We are Angels).

Auran ist ebenfalls in der königlichen Garde, aber loyal zu Maximus. Sie besitzt die Fähigkeit sich selbst (und wahrscheinlich auch andere) zu heilen. Gespielt wird sie von Sonya Balmores (Beyond the Break).

Die Schauspieler

Sind wir ehrlich, die Einzige, die mich mit ihrer Leistung bislang überzeugt hat war Sonya Balmores. Sowohl von Anson Mount wie auch Iwan Rheon bin ich besseres gewohnt. Zwar ist die schauspielerische Leistung rollendeckend, aber nicht hervorstechend. Da ist sicher noch Luft nach oben, die hoffentlich in den nächsten Folgen auch genutzt wird. Ausreißer nach unten gibt es allerdings keine. Ich bin immer ein wenig skeptisch, wenn ich auf der Seite der „Bösen“ bin, weil sie die besseren Argumente und Schauspieler haben.

 

Die Kulisse

Die Sets von Attilan sind ausreichend, wenn auch nicht beeindruckend. Sie sind durch die Bank weg recht schlicht und sehen mehr aus wie Beton, bei dem man den Anstrich vergessen hat. Die Kulisse gibt mir kein besonderes Gefühl, weder von einer heruntergekommenen Welt, noch von einer futuristischen Stadt. Was auch immer sich die Produzenten dabei gedacht haben bleibt mir ein Rätsel. Weitere Kulissen sind lediglich auf der Erde und sehen daher irdisch aus. Da habe ich nichts zu bemängeln.

Die Musik

Musikalisch ist alles geglückt. So variiert es zwischen Filmmusik und Songs, die meiner Meinung nach zu den Szenen passten und sie unterstützten.

Die CGI

Ich möchte die CGI weder loben noch schlecht reden. Sie ist Durchschnitt und zeigt sehr offensichtlich die Budget-Grenzen dieser Serie. Für das TV ist sie sicher ausreichend, ich habe aber auch schon Serien mit mehr gesehen und für die Kinoleinwand taugt sie sicher nicht. Lockjaw sieht gut aus und die Transport-Effekt ist gelungen, doch fehlt der Bulldogge die Liebe zum Detail. Medusas Haare wirken animiert sehr gut, dort hat mich mehr die Perücke gestört, und Crystals Feuereffekte brauchen Arbeit.

 

Fazit

Die Serie ist dem Grunde nach angenehm zu schauen, hat aber Verbesserungs-Potential. Wo genau das Budget hingesteckt wurde ist nicht zu erkennen, es ist aber natürlich möglich, dass es insgesamt kein hohes Budget gab, was einiges erklären würde.

 

In Deutschland konnte man die ersten zwei Episoden bereits in IMAX-Kinos sehen. Auch bietet iTunes die Serie als Staffelpass an. Leider nur zeitverzögert und bislang ohne deutsche Untertitel.

 

 

 

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