Endlich ist es soweit! Die zweite Staffel von Marvels Jessica Jones steht vor der Tür und dank Netflix durften wir die ersten 5 Episoden für euch schauen.
Eine erste Einschätzung – komplett ohne Spoiler – möchte ich Euch hier liefern. Wenn Ihr jedoch ohne irgendwelche anderen Eindrücke an die Serie herangehen wollt, dann solltet Ihr natürlich lieber wegschauen (und evtl. die erste Staffel nochmal gucken).

Jessica Jones. Die erste Staffel der Netflix Serie ist in meinen Augen mit das Beste, was das MCU bisher abgeliefert hat. Eine dreckige und knallharte „Superheldin“, ein unfassbar charismatischer Schurke und das ganze noch künstlerisch auf einem hohen Niveau? Ein saustarker Cast und eine in sich funktionierende Welt? Kann die zweite Staffel von Marvels Jessica Jones da überhaupt mithalten?

Die neuen Folgen wirken ein wenig, als würde man die Erfolgsformel weiterentwickeln und einige neue Elemente miteinfließen lassen.
Jess ist weiterhin die knallharte und trinkfeste Detektivin, die versucht ihrer Tätigkeit nachzugehen – ihr Leben hat sich nach den Geschehnissen der ersten Staffel jedoch merklich verändert und so muss sich Jessica mit einigen neuen Problemen herumschlagen. Zum einen weiß die Welt nun wer sie ist, was ihre Arbeit natürlich beeinflusst. Dann muss sie ihrer Vergangenheit nachgehen und der Frage, wer sie zur Superheldin machte. Und dann muss sich Jessica auch noch mit essenzielleren Fragen auseinander setzen – zum Beispiel wer sie eigentlich ist und ob sie überhaupt ein guter Mensch ist.

An ihrer Seite sind erneut Patsy Walker und Malcolm – während die eine auf eigene Faust versucht Jessica bei ihrer Suche nach Antworten zu helfen, will der andere an Alias Investigations festhalten und wird von Jessica unter die Fittiche genommen.
Natürlich ist auch Jeri Hogarth wieder mit von der Partie, welche jedoch einen unerwarteten Weg gehen muss.
Zwischendurch taucht immer mal wieder ein alter Bekannter auf und neue Charaktere werden eingeführt, die Jessicas Welt auf die eine oder andere Weise auf den Kopf stellen.

Zu den Schauspielern braucht man gar nicht viel sagen. Krysten Ritter ist weiterhin eine 1A Jessica Jones und spielt die Mischung aus Sarkasmus und Schmerz so perfekt, dass man denkt, diese Figur sei real. Auch der Supporting Cast um Rachael Taylor oder Carrie-Anne Moss ist großartig und weiß seinen Part zu spielen. Auch die Neuzugänge sind charismatisch und ich bin gespannt, wie sie sich in den kommenden Folgen noch entwickeln.

Eine merkliche Besonderheit ist, dass es bis zur fünften Folge keinen „großen bösen“ Schurken gibt, dem es ans Leder gehen soll. Wo wir in der ersten Staffel direkt mit Kilgrave in Form von David Tennant konfrontiert wurden, lässt sich die zweite Staffel Zeit die Bedrohung aufzubauen – und das stemmt der talentierte Cast perfekt!

Bis auf eine Story-Entscheidung kann ich im Moment an Jessica Jones noch nichts aussetzen – qualitativ ist alles immer noch auf hohem Niveau gehalten und gerade der hoch gelobte Noir Stil weiß zu bestechen.
Doch durch diesen künstlerischen Aspekt bleibt nicht außer Acht, dass es sich hierbei um eine Comic-Show handelt und wir bekommen massenweise Eastereggs und Anspielungen um die Ohren geklatscht, die einem ein breites Grinsen ins Gesicht zaubern.

Abschließend lässt sich sagen, dass die ersten fünf Folgen sehr vielversprechend sind, die letzten 8 Folgen jedoch entscheiden werden, ob die zweite Staffel von Marvel’s Jessica Jones in den Augen der Fans und Kritiker das hohe Niveau des Debüts halten kann – die aufkeimende Präsenz eines alten Bekannten lässt jedoch vermuten, dass auch die zweite Hälfte vielversprechend wird.

Wir sind jedenfalls sehr gespannt und freuen uns auf den 8. März, denn da wird die Serie für alle freigeschaltet.

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