In der heutigen  Zeit holt man sich seine Informationen fast ausschließlich aus dem Internet – auch die Online-Magazine (so wie wir) beziehen sich fast nur noch auf Quellen im Netz, was durchaus viele Vorteile hat und eben auch rasend schnell geht. Dennoch ist es schön ein wenig „Oldschool“ Arbeit zu betreiben.
Die Entertainment Weekly brachte am 16. März eine extradicke Ausgabe zu Infinity War heraus, welche gestern ihren Weg in meinen Briefkasten fand.

Einige der wichtigsten und interessantesten Infos aus dieser Ausgabe werde ich euch hier nun zum Teil kurz und knackig präsentieren. Doch seid vorgewarnt, es werden einige neue Infos genannt, die nicht aus Trailern ersichtlich waren. Es folgen also Spoiler!

Die Artikelreihe begann (für mich zumindest) ziemlich überraschend und beschreibt einen Drehtag, an dem ein Teil der Schlacht von Wakanda gedreht werden soll.
Hier wird nämlich sofort gesagt:
Steve Rogers – bewaffnet mit seinem neuen Schild, das ihm Shuri (Black Panthers Schwester) gebaut hat, kämpft Seite an Seite mit Thor, der seine neue Waffe Stormbreaker schwingt, in Wakanda.

Auf der anderen Seite des Sets kommt es zu einem anderen Aufeinandertreffen.
Winter Soldier, welcher offenbar nun den Titel „White Wolf“ trägt, kämpft gegen einige Aliens, während Rocket (am Set gespielt von Sean Gunn) ihn fragt: „Wie viel willst du für die Waffe haben?“ „Die steht nicht zum Verkauf.“ „Okay. Wie viel für den Arm? DEN ARM?!“

Währendessen machen sich Chris Hemsworth und Chris Evans an ein eventuelles Wiedersehen ihrer Charaktere und proben, wie sie im Kampf den jeweiligen neuen Haarstil des anderen lobpreisen (im Prinzip hat jeder den Stil des anderen übernommen) – hier wird aber darauf hingewiesen, dass man noch nicht wisse, ob diese Szenen im Film landen oder nicht – allgemein wird bei Infinity War wohl einiges „ungewiss“ sein.

In der ganzen Artikelreihe wird immer wieder erwähnt, dass Infinity War den „Höhepunkt“ und zeitgleich ein gewisses Ende für das momentane MCU darstellt. Dass Infinity War für einige Charaktere das Ende darstellen soll, betont Drehbuchautor Stephen McFeely nochmal: „Es ist sicher zu sagen, dass wir uns von einigen Charakteren verabschieden werden.

Über Thanos Herkunft und seine Motivation wird ebenfalls einiges enthüllt: „Er stammt vom Planeten Titan, der nicht mehr bewohnt ist, wegen Dingen, die er dachte verhindern zu können, was ihm nicht erlaubt war“ erklärt Kevin Feige.  „Was er am meisten fürchtete trat schließlich ein und der Planet und all seine Bewohner starben buchstäblich aus. Er schwor so etwas nicht erneut geschehen zu lassen. Er denkt, dass er sieht, wie das Universum vor die Hunde geht. Er denkt, dass sich das Leben unkontrolliert ausbreitet. Das wird den Untergang bringen, glaubt er, für das Universum und für das Leben selbst.
Josh Brolin selbst wurde in gefragt, inwiefern Thanos „geschädigt“ sei und woher sein Zorn und der Schmerz kämen: „Er ist anders als seine Familie. Sie sind alle Titanen und sehen gleich aus, aber er wurde deformiert geboren. Man sieht, wie er aufwächst, man sieht, dass er wie Quasimodo in dieser Zeit war oder wenn ihr ‚Das Parfüm‘ gelesen habt, ist das eine großartige Parallelle zu Thanos. Er sticht heraus. Er war eine Anomalie. Er war ein Freak. Und das führte zu seiner scheinbaren Verrücktheit.
Thanos wird außerdem als „superintelligent“ beschrieben – er wird sogar als der intelligenteste Charakter im ganzen Film bezeichnet.
Brolin selbst betont, dass Thanos nicht nur kaltherzig sei, es gibt da einige Szenen mit Gamora, über die er leider nicht sprechen darf, die ihn aber stark beeindruckt hatten.
Brolin geht übrigens davon aus, dass in Deadpool 2, in welchem er Cable spielt, einige Thanos Witze gerissen werden!

Die Entertainment Weekly würdigte außerdem die Bärte des MCU.

Doch kommen wir wieder zu einigen kurzen und knackigen Infos:

  • Es war Caps Idee, Vision nach Wakanda zu bringen, da dieser Ort der sicherste sei
  • Panther und Cap vertrauen sich gegenseitig, der neue Schild, der aus Vibranium stammt, soll hier als inniger Vertrauensbeweis dienen
  • Shuri hat am Ende von Black Panther nicht nur Bucky einen neuen Arm gegeben, sie hat ebenfalls sein Gehirn von der Hydra Programmierung bereinigt
  • Falcon fühlt sich in Wakanda nicht wohl, da er nicht vielen anderen Helden traut
  • Anthony Mackie geht während Dreharbeiten gerne mit einem Stock bewaffnet los und fischt im See
  • Die Helden mussten sich durch Civil War erst „trennen“, bevor ihre größte Bedrohung und Herausforderung erscheint. Es soll darum gehen, die eigenen Differenzen zu überwinden, um den gemeinsamen Feind zu besiegen
  • Laut Kevin Feige findet die Schlacht von Wakanda im dritten Akt des Films statt.
  • Es gibt klare Ideen und Richtungen für Black Panther 2
  • Momentan gibt es keine direkten Pläne für die X-Men & Fantastic Four. Feige wird erst anfangen sich darüber Gedanken zu machen, wenn der Fox-Deal 100% vom Tisch ist.
  • Einige Charakter Stories werden in Infinity War und Avengers 4 ihr Ende finden, andere Handlungsstränge sollen auf verschiedene und unerwartete Weise weitergehen

 

Zum Schluss wurde noch ein Fanliebling und dessen schmerzlich vermisste Präsenz in den Kinofilmen zum Thema: Agent Phil Coulson, den die Rächer sterben sahen, welcher aber in seiner eigenen Serie Agents of S.H.I.E.L.D. lebendig gegen die bösen Buben kämpft.
Man wisse von dem Wunsch der Fans, eine „Rückkehr“ oder „Reunion“ Coulsons und Jeph Loeb, Chef der Marvel Television Abteilung und ausführender Produzent von Agents of S.H.I.E.L.D.  versprach eine gewisse Auflösung: „Das wird definitiv aufgelöst und es könnte auf eine sehr überraschende Art und Weise geschehen.

 

Avengers: Infinity War erscheint am 26. April in den deutschen Lichtspielhäusern.

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