Bevor es am 26. April 2018 in den Kinos zum großen Showdown zwischen den Helden des MCU’s und dem zerstörerischen Thanos kommt, wollen wir die vorigen 18 Filme noch einmal Revue passieren lassen und euch unsere Favoriten präsentieren. Dabei stellen euch die Autoren ihre ganz persönlichen Lieblinge vor und begründen, warum gerade dieser Film ganz oben auf ihrer Liste steht. Macht euch also auf Spoiler gefasst.

Den Anfang macht:

 

The Return of the First Avenger

 

Während der Film hierzulande aus Marketingzwecken mit einem stumpfen „Avengers“ im Titel daherkommt, wurde er in anderen Ländern als Captain America: The Winter Soldier in die Kinos gebrachtUnd der Name ist Programm! James „Bucky“ Barnes, alias der Winter Soldier (wunderbar verkörpert von Sebastian Stan), wird seiner Comicvorlage absolut gerecht und hat einen der größten Bad-Ass-Show-Ups des gesamten Marvel-Filmuniversums. Während der eigentliche Bösewicht Alexander Pierce (Robert Redford) marveltypisch relativ facettenarm daherkommt, erweist sich der Winter Soldier als umso faszinierender. Denn wir kennen ihn noch als absolut gutherzigen besten Freund von Steve Rogers aus dem ersten Teil und plötzlich steht Cap ihm gegenüber, statt Seite an Seite. Rogers muss sich gegen seinen totgeglaubten besten Freund stellen, um Millionen Leben zu retten.

Captain America muss gegen seinen besten Freund kämpfen

 

Dieser Zwiespalt in unserem Captain zieht sich so durch den ganzen Film. Er steht immer wieder vor neuen Herausforderungen und muss sicher geglaubte Dinge anzweifeln. Wem kann er vertrauen? Wer ist S.H.I.E.L.D. und wer ist Hydra? Für Captain America ist dieser Film ein sehr persönlicher. Wir erfahren viel über das, was ihn antreibt, was ihn beschäftigt und erleben mit, wie er mit seinen Idealen brechen muss, um das richtige zu tun.

 

Dazu gehört auch ein Schritt, der das gesamte MCU verändert hat, denn Steve Rogers entscheidet sich aufgrund der extremen Unterwanderung Hydras dazu, S.H.I.E.L.D. komplett zu vernichten und alles auf Null zu setzen. Ein gewagter Schritt, schließlich ist die Organisation von Beginn an Teil des Universums. Doch dieser Bruch zahlt sich aus und trägt viel zur eher konsequenteren Stimmung des Films bei, der sich durch seine Twists und das gesamte Thema eher wie ein Spionagefilm anfühlt.

 

Mit den Heli-Carriern geht auch S.H.I.E.L.D. und somit (hoffentlich) Hydra unter

 

Dabei schafft der Film es zusätzlich als eine von sehr wenigen Comicverfilmungen, hochaktuelle und sensible Themen zumindest anzuschneiden. Während Big Data im Grunde als Hauptthema fungiert, spricht der Film vereinzelt über die psychische Belastung von Soldaten/Veteranen und stellt moralische Fragen im Hinblick auf Überwachung und Rechtsprechung.

 

In Kombination mit dem traumhaften Cast, den coolen Kampfszenen und den saugeilen Special-Effects, die dem Film nebenbei bemerkt sogar eine Oscar-Nominierung einbrachten, ergibt sich einfach ein rundum gelungener, etwas düsterer Superhelden-Actionfilm, der sogar fast ohne das „Super“ auskommt und sich so an die Spitze meiner Lieblings-Marvelfilme gekämpft hat!

 

Wie findet ihr „The Return of the First Avenger“?

Wenn ihr euch vor dem großen Infinity War noch einmal ein Bild davon machen wollt, könnt ihr den Film zur Zeit sogar auf Netflix streamen.