Vorab wieder für euch zur Info, dass ich eine Review ohne Spoiler schreibe. Nicht jeder wird meine Meinung teilen, aber darum geht es ja. In diesem Sinne. Papa, can you hear me?

 

Der Film

In „Deadpool 2“ kämpft Wade Wilson (Ryan Reynolds) an der Seite seiner X-Force gegen den Bösewicht Tha… Cable (Josh Brolin). Dieser ist ein zeitreisender Mutant, welcher den Jungen Russel (Julian Dennsion), dem Erdboden gleichmachen will. Und genau hier wäre die Geschichte auch schon fast zu Ende erzählt. Um nicht mit Spoilern um die Ecke zu kommen belasse ich es auch hierbei. Zumindest fast. Ein paar Kniffe und Überraschungen hat der Film aber natürlich für euch.

So viel zur Story.

Das könnte auch schon ein Kritikpunkt sein. Die Story lässt sich, bis auf ein paar wenige Ausreißer, recht schnell und simple erzählen. Wie auch im ersten Teil, geht es bei Deadpool aber vordergründig nicht um eine Geschichte die einem noch tagelang zum Nachdenken anregt (siehe Infinity War). Nein. Deadpool soll unterhalten. Und das tut er.

Da viel Humor, ein Schuss Gewalt, eine Briese Herz, hier und da ein paar Seitenhiebe und natürlich der tolle Cast machen den Film zu einer leckeren Ansammlung. Und trotzdem ist der Film teilweise fad. Man wird sehr gut unterhalten. Nicht falsch verstehen. Aber er hätte mehr gekonnt. Er ist für mich wie kalte Pizza: Weiterhin ist es das beste Gericht der Welt. Warm wäre es aber noch schmackhafter. (Nein ich habe im Moment keinen Hunger)

Die Actionszenen waren gut, hätten aber, wenn man die bisherige Arbeit von David Leitch (John Wick, Atomic Blonde) betrachtet, besser sein können. Nicht besser im Sinne von blutiger oder actionreicher, sondern etwas ausgefeilter. Jeder der John Wick/Atomic Blonde mit Deadpool 2 vergleicht, wird hoffentlich sehen was ich meine.

Der Cast ist jedoch klasse. Reynolds musste beim ersten Film noch alles alleine schultern. Das hat er mit Verlaub großartig gemacht. Beim zweiten Teil bekommt er aber Unterstützung von Josh Brolin und Zazie Beetz. Sie ist ein kleines Highlight. Frisch, frech und hat wirklich verdammt viel Glück. Brolin als Gegenspieler macht ebenfalls sehr viel Spaß. Und ja, er ist teilweise wirklich so düster wie eine DC Verfilmung. Zum Rest sag ich erstmal nichts. Ihr werdet verstehen wieso 😉

Der Humor ist natürlich super. Hier und da Anspielungen auf DC/Marvel und co. Dann ein paar (un)erwartete Cameos und Schauspieler (hier könnt Ihr schon vorab lesen wer). Das macht DP aus. Er nimmt kein Blatt vor den Mund und sagt was er denkt und macht was er sagt. Wo er im ersten Teil aber noch das eine oder andere Mal mit dem Zuschauer gespielt hat, geht das in diesem Teil aber etwas unter. Natürlich wird die „vierte Wand“ durchbrochen, allerdings waren die „OHA-Momente“ nicht so spürbar.

 

Fazit

Deadpool 2 macht viel richtig. Angefangen vom Marketing, über die Auswahl der Schauspieler bis hin zum Humor. Leider fehlt dem Film die Frische und Unbekümmertheit des ersten Teils. Die Action kommt nicht zu kurz ist aber nicht ganz so mitreißend. Man wird die Zeit über sehr gut unterhalten und immer wieder aufs Neue überrascht. Nur der Film überrascht in der Gesamtheit nicht so wie der erste Teil. Trotzdem ist er ein Muss für jeden Marvel- / Deadpool- / Comic-Fan, und Ihr könnt euch auf die Mid-Credit Szenen freuen. Diese sind wirklich eine der Besten bis jetzt. Von Anfang bis zum Ende ein Angriff auf die Lachmuskeln.

 

 

Kommentare