Bei einer Sache kann man bezüglich Captain America: Civil War nicht falsch liegen: Der Status Quo des Marvel-Film-Universums ist ordentlich durchgeschüttelt worden.

Die Rächer sind gespalten. Zum einen sind Iron Man, Vision und ein schwer verletzter War Machine weiterhin in der Avengers-Einrichtung, während Captain America, Hawkeye, Scarlet Witch, Falcon und Ant-Man auf der Flucht vor dem Gesetz sind. Auch Black Widow befindet sich auf der Flucht, auch wenn wir nicht so recht wissen, wohin es sie verschlägt. Und dann liegt auch noch Bucky Barnes auf Eis in Wakanda.

Auch wenn der Film ein „helleres“ Ende bekam, als Steve Rogers Tony Stark eine Nachricht übermittelte, dass er immer da sei, um zu helfen, so sind die durch den Film zu Tage geförderten Probleme nicht so einfach zu überwinden.  Und diese Spaltung wird sich bis hin zu Avengers: Infinity War ziehen. Anthony Russo (einer der Regisseure von Civil War und Infinity War) gab gegenüber The Independent preis, dass diese Probleme auch nicht abseits der Kamera gelöst werden:

Wir glauben, dass Dinge, die so wichtig und komplex für einen Charakter sind, auch auf Kamera gebannt werden müssen. Die Spaltungen, die am Ende von Civil War passieren, waren so tiefgründig, dass man sie nicht einfach so hinbiegen oder abseits der Kamera lösen kann – das sind Dinge, mit denen man sich direkt beim Storytelling befassen muss. Das ist unser philosophischer Ansatz, wie wir diese Sache angehen werden.

Dass es schwierig wird, persönliche Konflikte zu lösen, während Thanos an die Tür klopft, ist den Russos durchaus bewusst – doch es ist in ihren Augen der richtige Weg, um an Civil War anzuknüpfen (in früheren Interviews betonten die Russo Brüder auch immer wieder, dass Infinity War der Höhepunkt von allem sei, was bisher im MCU da war). Und genau dort soll IW anfangen, „in einer Welt, die gespalten ist„.

 

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