Die ursprüngliche Fassung von Marvel’s  Black Panther war 4 Stunden lang. Als der Film dann im Februar 2018 in die Kinos kam, betrug die Länge „nur“ 2 Stunden und 14 Minuten und die ursprüngliche Version verschwand ins Nirvana. Auch wenn Fans es sich wünschen, ist es laut dem Produzenten Nate Moore eher unwahrscheinlich, dass wir diesen „Directors Cut“ je zu Gesicht bekommen werden.

In einem Interview mit Screen Rant erklärt Moore, warum es nicht praktikabel sei,  all diesen Aufwand zu betreiben, nur um den Cut „guckbar“ zu machen:

Ja, Ryan [Coogler]s Directors Cut war lang. Es war interessant, denn sogar beim Schreiben des Drehbuchs wussten wir, dass einige Dinge aus dem gefilmten Material es nicht in die finale Fassung schaffen würden – wegen der Geschichte, die Ryan bestrebt war zu erzählen. Der 4 Stunden-Cut war also im Prinzip alles, was wir gedreht hatten, aneinandergereiht […]
Ich denke nicht, dass wir letztlich keinen extended cut bringen werden – denn wie so oft passiert es, dass bei solchen frühen Versionen die visuellen Effekte nicht fertig gestellt wurden oder, dass der Sound nicht fertig ist – es existierte da also ein ziemlich ‚unberührter‘ 4 Stunden-Cut.

Moore erklärte außerdem, dass auch der grandiose Score von Luwig Goransson für den finalen Film noch angeglichen wurde und somit im „extended Cut“ die ursprüngliche Musik zu finden sei, die man erstmal bearbeiten müsse.

Keine unfertige Version des Films zu veröffentlichen macht aus einer kreativen Warte durchaus Sinn – wenn man sich den Erfolg des Films an den Kinokassen jedoch ansieht, dann sollten doch genug Mittel da sein, um den Cut aufzupolieren.

Doch das bedeutet nicht zwingend, dass all dies Material verloren ist. Moore erklärt außerdem, wie man Szenen für andere Filme aufsparen kann/bzw. dies schon tut.

Die andere Wahrheit darüber, wie wir Filme machen ist meiner Meinung nach klug – wenn es Ideen oder Szenen oder bloße Gedanken gibt, die in einem anderen Film funktionieren könnten, die vielleicht in diesem [4 Stunden-]Cut waren, dann wollen wir diese für einen verregneten Tag aufbewahren. Denn man weiß nie, wann eine großartige Szene oder eine großartige Idee für einen anderen Film benutzt werden kann. Deshalb gibt es manchmal Dinge, die wir dem Publikum nie zeigen können, da wir es für einen anderen Film wiederverwenden können.

 

 

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