Story:

William Garin (Matt Damon) und Pero Tovar (Pedrol Pascal) reisen im 15. Jahrhundert nach China. Sie kommen hierher, um eine mächtige Waffe zu finden, doch ihnen wird ein wenig freundlicher Empfang bereitet. Die Einheimischen glauben ihnen nicht, dass sie zum Handeln an die Chinesische Mauer gekommen sind.

In Gefangenschaft müssen die zwei kampfgeschulten Söldner lernen, dass die fast 9000 Kilometer lange Mauer einst aus einem ganz bestimmten Grund errichtet wurde, auf den die chinesische Armee des Kaisers sich jahrzehntelang vorbereitet hat. Denn alle 60 Jahre versuchen Monster, die letzte Bastion zur Verteidigung der Menschheit zu stürmen.

Kritik:

Reden wir nicht lange um den heißen Brei. “The Great Wall“ ist nicht wirklich ein guter Film geworden. Aber woran liegt das? Dieser Film fühlt sich so an, als ob er in einer Produktionsphase gewesen wäre, in der man wohl im Normalfall sagt, dass man noch etwas Zeit braucht. Das betrifft vor allem das Drehbuch. Regisseur Zhang Yimou legt dabei schon zu Beginn ein flottes Erzähltempo vor. Es dauert gefühlt keine 10 Minuten bis sich unsere Hauptcharaktere Matt Damon und Pedro Pascal an der chinesischen Mauer befinden. Wiederum dauert es auch nicht lange, bis die erste Schlacht ansteht. Die Feinde, welche die chinesische Mauer alle 60 Jahre angreifen, nennen sich Tao Tie und sind eklige, schnelle, aggressive CGI Monster. Womit wir schon beim nächsten Problem sind: Die Monster haben nicht nur ein generisches Design, das CGI sieht streckenweise auch echt billig aus. Dadurch geht jegliche Spannung verloren, was extrem schade ist. Denn “The Great Wall“ hatte definitiv Potential. Ebenfalls blass bleiben auch die Charaktere. Sei es der von Matt Damon gespielte William Garin oder der von Willem Dafoe gespielte Ballard. Tolle Charakterschauspieler, ihren Charakteren fehlt jedoch eine interessante Hintergrundstory bzw. einigen fehlt sogar komplett eine. Die Regie von Yimou ist routiniert, aber wenig spektakulär oder gar innovativ. Alles plätschert so vor sich hin. Eins der wenigen stylischtischen Highlights sind die klasse inszenierten Slow Motion Szenen, wenn Matt Damon z.B. mit einem Pfeil auf eine Schüssel schießt. Solche Szenen sind direkt eines der wenigen Highlights des Films. Ebenfalls positiv zu erwähnen ist die Kameraarbeit. Das große Finale ist ebenfalls schön in Szene gesetzt, aber zu dem Zeitpunkt hatte mich der Film bereits verloren. Immerhin bietet Yimou hier nochmal ein paar sehr schöne Kampfchoreographien.

Fazit:

Alles in allem ist “The Great Wall“ ein visuell halbwegs ansprechender Blockbuster, mit einem schlechten Drehbuch und mittelmäßigen Darstellern. Vorhersehbar und frei von jeglicher Spannung. Lobenswert ist in jedem Fall die Kameraarbeit und die detaillierten Settings. Für einen verregneten Sonntagnachmittag geht dieser Film in Ordnung. Ins Kino muss man dafür aber definitiv nicht.

 

 

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