Worum geht’s ?

“Rogue One: A Star Wars Story“ ist zwischen “Star Wars Episode 3“ und “Krieg der Sterne“ angesiedelt und spielt sich unabhängig von den Geschehnissen der neuen Trilogie ab. Stattdessen steht der Zusammenbruch der Republik im Zentrum des Films; der Krieg der Sterne hat begonnen. Die Galaxie befindet sich im Wandel, und das Imperium bringt ein Sternensystem nach dem anderen unter seine Kontrolle. Der Todesstern fungiert dabei als unbesiegbares Symbol in einem Kampf, der bereits entschieden scheint. Doch die Rebellen-Allianz hat eine letzte Mission in die Wege geleitet, um das Schicksal der Galaxie zu ändern: Die Widerstandskämpfer wollen die Pläne des Todesstern stehlen, um die Zerstörung weiterer Planeten, die sich nicht dem Machtarm des Imperators unterwerfen wollen, zu verhindern.

Kritik:

Als vor 2 Jahren angekündigt wurde, dass ein neuer “Star Wars“ Film kommt, war die Vorfreude der Fans auf Episode 7, später bekannt als “The Force Awakens“, enorm. Dabei wurde von Lucasfilm Präsidentin Kathleen Kennedy auch angekündigt, dass zum ersten mal in der Geschichte von Star Wars ein Spin-Off erscheinen wird. Als Regisseur fungiert hierbei Gareth Edwards (“Godzilla“), der von Anfang an einen Recht schweren Stand hatte. Denn von Seiten der Fans gab es durchaus kritische Töne. Ist ein Spin-Off wirklich nötig ? Oder nur billige Geldmacherei von Disney ? Selbst als im April 2016 der erste Trailer erschien, verstummten die skeptischen Stimmen nicht, da zudem Zeitpunkt bekannt gegeben wurde, dass es Nachdrehs geben wird. Jetzt, knapp ein halbes Jahr später, gibt es endlich eine Antwort auf all diese Fragen. “Rogue One“ ist anders, als alle anderen Star Wars Filme. Das fängt bereits damit an, dass der Film ganz anders beginnt, als die bisherigen SW-Filme. Wie genau der Film beginnt, möchten wir natürlich an dieser Stelle nicht verraten, lasst euch überraschen! Was wir aber definitiv verraten wollen ist, dass der Film absolut gelungen ist. Man versprach seitens Disney, dass “Rogue One“ der “dreckigste“ Star Wars Film aller Zeiten ist, ja, fast schon ein Kriegsfilm. Und Disney hält sein Wort.

Zu Beginn wird der Charakter Jyn Erso (Felicity Jones) eingeführt, die als kleines Kind flüchten muss, da ihr Vater Galen Erso (Mads Mikkelsen) vom Imperium mitgenommen wird, um den Bau des so genannten Todessterns zu vollenden. Neu eingeführt auf Seiten des Imperiums wird Direktor Orson Krennic (Ben Mendelsohn), der jedoch unter gewaltigen Druck steht. Ein gewisser Darth Vader beobachtet genau die Arbeit von Krennic. Was wunderbar zu beobachten ist bei den Star Wars Filmen, seit der Übernahme von Disney, sind die wunderbaren Sets. Das Stichwort sind Practical Effects. Edwards und sein Team waren sichtlich bemüht so viel wie möglich mit animatronischen Figuren zu arbeiten. Gedreht wurde zum Großteil wieder in den Pinewood Studios in England, sowie auf den Malediven. Wie man es auch nicht anders erwartet hat, sieht “Rogue One“ unglaublich gut aus. Die CGI-Effekte sind das absolute Non plus ultra und die Bilder, die auf die Leinwand projiziert werden, sind spektakulär. An dieser Stelle kurz ein Wort zum 3D. Das ist leider völlig obsolet und sollte nach Möglichkeit (Ja, das ist leider fast unmöglich) umgangen werden, das 2D reicht vollkommen!

Ebenfalls mehr als positiv sticht der Cast heraus. Alle neuen (und auch alten) Charaktere bekommen jeweils ihre Minuten, in denen sie glänzen können, beispielsweise Donnie Yen als Kampfkünstler mit Stab, der mit den Sturmtruppen kurzen Prozess macht. Zwar ist sein Charakter Chirrut Imwe blind, jedoch ist die <Macht> besonders stark in ihm. Apropo stark, Felicity Jones als Jyn Erso ist bezaubernd anzuschauen, gleichzeitig auch tough und definitiv kein Blumenkind. Aufseiten des Imperiums glänzt Ben Mendelsohn als
Director Orson Krennic. Mendelsohn ist wie geschaffen für den Antagonisten. Zumindest im O-Ton machen seine Szenen großen Spaß. Doch auch ein altbekannter Freund taucht in “Rogue One“ auf. Darth Vader. Man sollte an dieser Stelle klar stellen, dass Vader nicht viel Screentime hat, aber alle seinen Szenen sorgen für absolute Gänsehaut (Stimme, James Earl Jones) und werden jeden Star Wars Fan, egal ob jung oder alt, vor Freude aufspringen lassen. Ich hatte jedenfalls ein mega breites Grinsen im Gesicht. Noch kurz ein Wort zum allgemeinen Tenor des Films. “Rogue One“ ist düster, dreckig, hart und konsequent. Vor allem im 3. Akt haben wir es hier definitiv mit einem Kriegsfilm zu tun. Sollte nachdem Film noch ernsthaft jemand behaupten, dass Disney aus dem Star Wars Franchise eine Kinderversion macht, ist dieser definitiv nicht bei Trost. Alle Stimmen sollten nach “Rogue One“ diesbezüglich endgültig verstummt sein!

Fazit:

Mit “Rogue One“ ist Regisseur Gareth Edwards und seinem Team ein großartiger Job gelungen. Das erste Spin-Off in der Geschichte von Star Wars sieht fantastisch aus, liefert imposante Bilder, ein tollen Cast, ein sehr guten Score von Michael Giacchino, eine mitreißende Geschichte und einen letzten Akt, der jeden Fan in Ehrfurcht erblassen lässt.

Ps: Ebenfalls nicht unerwähnt bleiben sollte der Droide K-2SO. Ein unglaublich liebenswürdiger, witziger und wortgewandter Charakter, der das Potential hat, zum absoluten Publikumsliebling zu werden. Wunderbar ❤

K-2SO, gespielt von Alan Tudyk. (Via. Lucasfilm)

K-2SO, gespielt von Alan Tudyk.
(Via. Lucasfilm)

 

Wertung: 9/10 Punkte