Story:

Der erfahrene Detective Dormer und sein Partner Hap reisen in ein verschlafenes Städtchen in Alaska, einem Ort, wo die Sonne niemals untergeht. Die beiden sollen den Mord an einer 17-Jährigen untersuchen. Gleich am ersten Abend eröffnet Hap seinem Kollegen, dass er bei internen Untersuchungen gegen ihn aussagen wird. Als sie wenig später dem Killer eine Falle stellen, erschießt Dormer im dichten Nebel versehentlich seinen Partner. In die Enge getrieben, schiebt er die Schuld auf den Mörder. Der meldet sich bald darauf bei ihm und zwingt Dormer ein ausgeklügeltes Katz-und-Maus-Spiel auf. Die Situation spitzt sich zu als auch noch die intelligente Nachwuchspolizistin Ellie Burr sein Vorgehen in Frage stellt. Verbrechen schläft nicht. Und es ist nicht nur die Mitternachtssonne die Dormers Schlaflosigkeit provoziert – hier geht es um seinen eigenen Kopf.

 

Kritik:

Christopher Nolan, zweifellos einer der größten Regisseure der letzten 50 Jahre. Seine Filme kennt fast jeder. Dabei gehört “Insomnia“ aus dem Jahr 2002 noch eher zu den unbekannten Nolan Werken. Zwar ist seine dritte Regiearbeit kein Meisterwerk, jedoch sollte man den Thriller nicht unterschätzen.

“Insomnia“ ist ein atmosphärisches fesselndes Katz- und Maus Spiel mit einem starken Al Pacino und einem großartigem Robin Williams, der hier zeigen darf, dass ernste Rollen sehr gut zu ihm passen. Wie es sich für einen Nolan Film gehört, ist die Regie und der Schnitt mehr als zufriedenstellend, das Drehbuch ist clever geschrieben und die Dialoge sehr ordentlich. Die Charaktere handeln nachvollziehbar, die Thematik, Schlafmangel, die ein essenzielles Thema in “Insomina“ ist, ist dabei hochinteressant erzählt. Nolan setzt nicht auf große Actionszenen, stattdessen spielt er mit der Psyche der Charaktere. Robin Williams als Gegenspieler ist wirklich eine große Überraschung gewesen. Es ist wirklich schade, dass der Komiker so selten in ernsten Rollen zu sehen war. Mir gefielen seine Filme abseits von Comedy am besten. Auch Kritiker waren 2002 begeistert von Nolan’s Thriller, am Box Office konnte der Thriller knapp 115 Millionen Dollar weltweit einspielen. Ein respektables Ergebnis. Genau wie der Film selber!