Good will Hunting, eine ganz frühe Drehbucharbeit von Ben Affleck und Matt Damon (der auch die Hauptrolle spielt), ist ein typischer „Du-kannst-alles-schaffen-wenn-du-nur-willst“-Film.

Die Hauptfigur Will Hunting lebt relativ ärmlich in seiner kleinen Wohnung in Boston und pendelt tagtäglich zwischen Bier, Bier, Kneipe, Bier und Schlägereien. Der einzige Lichtblick in seinem Leben ist das Baseballspielen mit seinen Freunden.

Seinen Lebensunterhalt verdient Will als Putzhilfe im berühmten MIT. Dort löst er eine schier unmöglich zu lösende Mathe-Aufgabe die er beim Reinigen eines Unterrichtsraumes entdeckt.

Dies bemerkt der Mathe-Professor Gerald Lambeau. Nachdem Will zum x-ten mal sich prügelt, wird er zu einer Gefängnisstrafe verurteilt. Diese wird durch das Engagement von Lambeau verhindert, der dem Richter verspricht dass Will einen Therapeuten sich sucht. Sein Ziel ist Will aus seinem derzeitigen Leben zu holen, sein Talent zu fördern und in ein bürgerliches Leben zu führen.

Nachdem Will mehrere Therapeuten zur Weisglut gebracht hat, bringt Lambeau ihn zu dem Psychologen Sean Maguire Gespielt von Robin Williams. Dieser stammt aus dem selben Viertel wie Will und findet so Zugang zu diesem Genie.

Im Laufe des Films entwickelt sich eine wunderbare Freundschaft, in der Robin Williams zur Abwechslung mal keinen verrückten Spaßvogel spielt sondern einen sehr melancholischen, hilfsbereiten Psychologen der der perfekte Gegenspieler zu der Figur von Matt Damon ist. Will kennt nur das „Gesetz des Stärksten“, während Williams durch Nähe und Verwundbarkeit der Figur von Matt Damon keine Angriffsfläche gibt und ihn dadurch zwingt sein Verhalten zu ändern und sein Leben zu reflektieren.

Die Stärke des Films ist ohne Zweifel das „Duell“ zwischen Matt Damon und Robin Williams, die Wortduelle der beiden machen den Film zu einem absoluten Muss für alle Robin Williams, der aber in einigen Szenen absolut von Matt Damon an die Wand gespielt wird und etwas im Schatten dieser, am Anfang, sehr unterschätzten Hauptfigur steht.

Der Robin Williams Moment: DER Moment schlechthin ist vermutlich die Parkbankszene wo Robin Williams mit Matt Damon im Park sitzt und einen etwa 3 Minuten langen Monolog hält, wo der Satz: „You move, chief“ am meisten im Kopf hängen bleibt.

 

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