Hallo liebe Crosstopianer und Crosstopiannerinnen!

 

Schon die Trailer haben in mir eine große Vorfreude auf den Solo-Film von Han Solo gemacht. Sehr gespannt war ich auf den „neuen“ Han Solo, gespielt von dem Newcomer Alden Ehrenreich. Doch auch auf zahlreiche andere Darsteller, wie z.B. Woody Harrelson, den ich in der Serie „True Detective Staffel 1“ genial fand und Emilia Clarke, die immer eine Augenweide ist, habe ich mich gefreut. Heraus kam ein Film, der mit viel Action und noch mehr Musik aufschlägt, doch in der Tiefe nicht so wirklich ankommen will. Ich habe mich gefühlt wie auf einer nicht enden wollenden Fahrt wohin auch immer, denn so wirklich wurden meine Erwartungen nach den 135 Minuten nicht erfüllt.

 

 

 

„Solo: A Star Wars Story“ ist ein Space-Action-Abenteuer mit Westerneinschlägen, hat eine Lauflänge von 135 Minuten und ist ab 12 Jahren freigegeben.

Regie führte Ron Howard, nachdem sich Disney nach Unstimmigkeiten von dem Regie-Duo Phil Lord und Christopher Miller getrennt hatte.

Das Drehbuch stammt von Lawrence Kasdan und seinem Sohn Jonathan. Schon früher schrieb Lawrence Kasdan Drehbücher für das Star-Wars-Universum, darunter für „Star Wars Episode VII: Das Erwachen der Macht“.

 

 

Story:

 

Der junge Han Solo (Alden Ehrenreich) lebt auf Corellia, einem Planeten der Kernwelten, in dem Armut und der tägliche Kampf ums Überleben auch seinen Alltag bestimmen. Han wünscht sich nichts sehnlicher als Pilot zu werden und Corellia zu verlassen. Als ihm schließlich die Flucht gelingt muss er das, was er am meisten liebt, zurücklassen. Er geht zur Armee und lernt dort den zwielichtigen Tobias Beckett (Woody Harrelson) kennen und trifft außerdem auf den Wookie Chewbacca, genannt Chewie (Joonas Suotamo), der fortan seinen Weg begleiten wird. Zusammen mit Tobias und seiner Crew sind sie hinter dem Hypertreibstoff Coaxium her, dass jedem genug Geld einbringen wird, um eigene Ziele zu verfolgen. Doch dann ändern sich die Dinge …

 

Alden Ehrenreich ist der „neue“ Han Solo und verleiht seiner Figur zwar fast immer gute Laune und bringt einen gewissen Charme mit, aber wirklich Tiefe möchte die Figur bis zum Ende nicht so richtig aufkommen lassen.

Auch Emilia Clarke (Qi’ra) fehlt es in den richtigen Momenten an dem gewissen Etwas. Wie immer macht sie eine optisch fantastische Figur, doch hat man nicht den Eindruck zu verstehen, was genau sie eigentlich möchte und welche Rolle sie spielt. Das ist schade, denn Qi’ra taucht das erste Mal im Star-Wars-Universum auf, hinterlässt nach hinten raus aber die meisten Fragezeichen.

Woody Harrelson ist der geborene Antagonist und überzeugt diesmal in der Rolle des Tobias Beckett. Man weiß nie so richtig woran man bei ihm ist und genau in solchen Momenten schafft es Woody Harrelson die Spannung bis zum Schluss auszureizen, was ihn in „Solo: A Star Wars Story“ deutlich von allen anderen Darstellern unterscheidet.

Donald Glover als Lando Clarissian merkt man die Verjüngung seiner Figur am deutlichsten an. Er bringt die Leichtigkeit mit, die Alden Ehrenreich doch etwas vermissen lässt.

 

 

 

Insgesamt ist „Solo: A Star Wars Story“ sehr actionreich und wird begleitet von einem sehr dominierenden Score, komponiert von John Powell und John Williams, der die Titelmusik und das Han-Solo-Thema geschrieben hat. So vereinen sich alte und neue Klänge, was eigentlich nichts schlechtes ist, doch reist die Musik fast nie ab und verleiht dem Zuschauer das Gefühl von Dauerbeschallung, gepaart mit ständigem Ortswechsel und rasanten Kamerafahrten. Der Film schafft es so nicht, nötige Ruhezeiten einfließen zu lassen um sowohl der Handlung als auch den Figuren, die eben nötige Tiefe zu geben, die man brauchen würde um das Gesehene nachvollziehen zu können. Nach hinten raus verliert sich das Tempo zwar etwas, allerdings erschöpfen sich dann auch die 2 Stunden und 15 Minuten.

 

 

Mein Fazit zu „Solo: A Star Wars Story“: Weniger Action und ein etwas ruhigerer Score wären hier gut gewesen um die Handlung und den Figuren mehr Raum zu lassen um die Geschichte mehr in den Fokus zu rücken. Bei aller Kritik muss ich dennoch sagen, ist es ein sehenswerter Film geworden, der sich dank der technischen Effekte im Kino lohnt anzusehen. Und nun liebe Crosstopen, wünsche ich euch ganz viel Spaß im Kino. 😊