Am 20. Dezember letzten Jahres ging mit The Walking Dead: A New Frontier die Geschichte des kleinen Mädchens Clementine in die dritte Runde. Doch diesesmal geht es nicht nur um die mittlerweile erwachsene Clementine, sondern auch um den Charakter Javier Garcia – auch Javi genannt – und seine Familie.

Am 28. März kam nun der dritte von insgesamt fünf Teilen von A New Frontier raus und ich hab mir das zum Anlass genommen, euch ein kleines Zwischenfazit zu geben. Wann aber die letzten beiden Folgen released werden, ist noch unklar, jedoch noch 2017.

Story

Am Anfang der Geschichte befinden wir uns gerade am Beginn der Zombieapokalypse. Wir lernen nun den neuen Protagonisten des dritten Telltale The Walking Dead Teils Javi Garcia kennen, sowie seine Familie. Neben Javi gibt es noch seine Eltern, seinen Onkel Hector, seinen Bruder David, dessen Frau Kate, sowie deren Kinder Mariana und Gabriel, auch Gabe genannt. Javis Vater ist ziemlich krank und ist kurz davor zu sterben. Deswegen versucht er, so schnell wie möglich nach Hause zu kommen, um sich noch verabschieden zu können. Doch da der Highway verstopft ist, kommt er zu spät und sein Vater ist bei seiner Ankunft bereits tot.

Als die Familie zu Javis Vater ins Zimmer geht, steht er auf einmal am Fenster und es scheint ein Wunder geschehen zu sein. Hector geht zu dem älteren Herren hin. Doch als er bei ihm ist und seine Schulter berührt, wird er ganz plötzlich von seinem Bruder angegriffen, der sich augenscheinlich in eine Art Zombie verwandelt hat. Auch seine Frau greift er an und verletzt sie stark im Gesicht. Nun müssen wir als Javi unseren eigenen Vater töten und fliehen im Anschluß mit unserem Onkel Hector, sowie mit Kate, Gabe und Mariana, während David mit unserer Mutter ins Krankenhaus fährt, wo dann der vereinbarte Treffpunkt ist. Während der Fahrt bemerkt Javier bei seinem Onkel Bissspuren am Arm, welche wahrscheinlich vom Kampf mit seinem Bruder stammen.

So beginnt das Abenteuer von Javi. Mehr will ich aber an dieser Stelle nicht verraten. Die Story an sich ist meiner Meinung nach wieder hervorragend und packend geschrieben und erzählt. Ich bin generell ein Fan der Walking Dead Reihe, sowie von Telltale Spielen im Allgemeinen. Mit der Story, sowie mit Ihren liebevoll gestalteten Charakteren (worauf ich gleich noch mehr eingehen werde), fesellt mich Telltale immer am Meisten.

Gameplay

Und da sind wir leider schon bei den ersten Kritikpunkten, die ich an dem Spiel habe. Wenn man in einem Kampf ist und schießen muss, ist die Steuerung des Fadenkreuzes in meinen Augen einfach miserabel. Noch dazu hat man sehr wenig Zeit, dieses dort hin zu bewegen, wo man es benötigt.

Noch ein Kritikpunkt, denn ich bei der Steuerung habe, welchen aber auch viele andere Spiele haben, ist, dass Javi, wenn man ihn denn in den wenigen Sequenzen bewegen muss, langsam geht. Sehr, sehr langsam. Das stört mich persönlich sehr, da man oft weite Strecken mit ihm zurücklegen muss.

Grafik/Animationen

Nun kommen wir zu meinem größten Kritikpunkt am Spiel. So gut und detailreich die einzelnen Charaktere auch gezeichnet sein mögen, so schlecht ist einfach die Animation, sobald diese sich bewegen. Die Bewegungen sind einfach steif animiert und zerstören ein bisschen die so gut aufgebaute Atmosphäre des Spiels. Noch dazu ist das Spiel sehr ruckelig und alles in allem wirkt das Ganze sehr unrund animiert und gestaltet.

Fazit

Ein Spiel, mit eigentlich guter Story und liebevollen und detaillierreichen Charakteren, welches sich selbst aber ein bisschen durch schlechte Animationen und schwieriger, bzw. unnötig komplizierter Steurung, ins Aus geschossen hat. Auch die langen Wartezeiten zwischen den einzelnen Episoden, ist alles andere als vorteilhaft, da man immer wieder aus der Story rausgeworfen wird, durch die monetlangen Pausen und durch das daraus resultierende nicht spielen. Jedoch werden Fans der Reihe und von Telltale Spielen im Allgemeinen – so wie ich – trotzdem ihren Spaß daran haben.

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