„Denn sie sind ja elf Freunde, die sich prima verstehen, hipp-hipp-hipp hurra! Ob sie weinen, oder lachen, es ist ehrlich, was immer sie machen! Ob am Boden (Echo: am Boden) oder oben (Echo: oder oben), eine bess’re Mannschaft gab es nie! Gab es niiiiieeeee!“

Wer bei diesem Refrain nicht gleich laut losbrüllen, seine Fußballschuhe anziehen und auf dem Bolzplatz Fußball spielen gehen will, der hat in seiner Kindheit nie die Kickers geguckt! Eine anfangs sehr schwache – um nicht zu sagen miserable – Schüler Fußballmannschaft, die sich mit Hilfe ihres neuen Mitglieds Gregor, zu einer der Besten der ganzen Stadt, wenn nicht sogar des ganzen Landes, entwickelt. Aber ganz von vorne….

Die 90’er. RTL 2 zeigt im Nachmittagsprogramm die verschiedensten Anime, darunter auch den Fußball Anime Kickers. Die gleichnamige Schüler Fußballmannschaft ist am Beginn echt miserabel. Ihr letztes Spiel, welches sie gerade absolvierten, haben sie haushoch mit 21:0 verloren. Völlig demotiviert steht das Team kurz vor ihrer Auflösung, denn keine Mannschaft ist mehr dazu bereit, gegen sie anzutreten.

Doch dann will ein Junge namens Gregor, der in diesem Jahr frisch von der besten Jugend Fußballmannschaft der Stadt auf ihre Schule gewechselt ist, dem Team beitreten und versucht vehement, ihnen neuen Mut und neues Selbstvertrauen zu vermitteln. Dieses schwierige Unterfangen gelingt dem ehrgeizigen Viertklässler jedoch nicht sofort. Aber als er es schafft, die Teufel, die beste Schüler Fußballmannschaft der Stadt, dazu zu bringen, gegen sie zu spielen, indem er gegen ihren Kapitän und Torwart Victor im Elfmeterschießen ein Tor erzielt, wendet sich das Blatt und die Kickers fassen neuen Mut.

Ein Problem besteht aber nach wie vor: Die Kickers haben noch nie ein einziges Spiel gewonnen, geschweige denn je ein Tor erzielt. Und so beginnt eine intensive und harte Zeit des Trainings für Gregor, Mario, Kevin und ihre Freunde, um ihr Ziel zu erreichen, mindestens ein Tor gegen die Mannschaft der Teufel zu erzielen.

Ich habe mir für den ersten Artikel meiner neuen Nostalgie-Review Reihe die Kickers ausgesucht, weil ich mit den Jungs einen großen Teil meiner Kindheit verbinde und auch heute noch Gänsehaut bekomme, wenn ich das Intro zum Anime höre.

Ich habe erst vor kurzem den Anime wieder mal durchgeguckt und ich muss sagen, man merkt ihm vom Zeichen- bzw. Grafikstil her gar nicht wirklich an, dass er aus Mitte der 80’er Jahren stammt, denn der Anime ist meiner Ansicht nach sehr gut gealtert. Ebenso die Story, junge Leute, die durch ihre gemeinsame Leidenschaft eine innige Freundschaft und neue Stärken entwickeln, ist heute noch echt Herz erwärmend. Auch von den Problemen, die im Laufe der Geschichte auftreten, lassen sich unsere Freunde nicht abbringen und meistern auch jede noch so kleine Kleinigkeit.

Mein Fazit zu den Kickers: Ein sehr schöner Anime, mit einer mitreisenden Story, die heute noch, ca. 15 Jahre nachdem ich sie zum ersten Mal sah, viele Emotionen in mir auslöst. Wenn ihr die Kickers noch nicht gesehen habt: Tut es. Wenn ihr sie in eurer Kindheit geguckt habt und seitdem nicht mehr: Guckt sie euch mal wieder an! Ihr werdet es nicht bereuen.

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