„Wenn du das Unmögliche ausgeschlossen hast, dann ist das, was übrig bleibt, die Wahrheit, wie unwahrscheinlich sie auch ist.“

Das obige Zitat ist wohl eines der bekanntesten des Meisterdetektivs Sherlock Holmes, in dessen Fußstapfen unser Protagonist Shinichi Kudo eines Tages gerne einmal treten möchte. Der Schüler Detektiv ist mit seinen erst 17 Jahren bisher gut dabei, sein Ziel zu erreichen, denn schon jetzt ist er in den meisten Ermittlungen für die Tokioter Polizei unentbehrlich.

Gerade hat der Oberschüler im Vergnügungspark Tropical Land, in welchem er mit seiner Sandkastenfreundin Ran Mori verabredet ist, einen schwierigen Fall gelöst, als dieser plötzlich zwei Männer in schwarzer Kleidung beobachtet, welche sich sehr merkwürdig verhalten. Ohne lange zu zögern, verfolgt er sie und beobachtet, wie einer der Beiden gerade krumme Geschäfte mit einer dritten Person abschließt.

Shinichi versteckt sich und macht ein paar Fotos, um Beweismittel für seine Beobachtungen zu haben. Doch plötzlich bekommt er von dem zweiten Mann in Schwarz einen Schlag auf den Hinterkopf und fällt ohnmächtig zu Boden. Die Männer beraten sich kurz, was sie mit dem „Schnüffler“ machen wollen und kommen zu dem Entschluss, das neu entwickelte Zellgift ihrer Organisation zu verwenden, welches im Falle einer Obduktion nicht nachgewiesen werden kann: das Apoptoxin 4869. Nach ihrer Tat verschwinden die Männer in Schwarz wieder und unser Nachwuchsdetektiv wird einfach seinem Schicksal überlassen.

Nach einiger Zeit finden Polizisten den Oberschüler. Doch sie verhalten sich ganz merkwürdig und reden mit ihm, als wäre er ein kleines Kind. Als Shinichi sich durch ein Schaufenster selber sieht, bekommt er einen Schock und weiß nun, warum sich die Polizisten ihm gegenüber so verhalten haben, als wäre er noch ein Grundschüler: Er ist einer! Das Gift, welches ihm verabreicht wurde, hat ihn nicht getötet, sondern um 10 Jahre verjüngt.

Da er, wie es scheint, aber sein Gedächtnis behalten hat, beginnt er unter seiner neuen Identität Conan Edogawa (Conan ist eine Hommage an  Sir Arthur Conan Doyle und Edogawa an Edogawa Rampo, einen japanischen Autor) die Leute zu jagen, die ihn beseitigen wollten, um wieder der zu werden, der er einmal war.

Mit rund 900 Folgen, bald 21 Filmen und einigen OVA’s seit 1996, ist Detektiv Conan mit One Piece und Naruto einer der größten und am längsten währenden Anime aller Zeiten. Doch genau das ist meiner Meinung nach das größte Problem an Conan. So sehr ich den Anime und die Charaktere auch liebe, so muss ich leider auch sagen, dass er in meinen Augen einfach schon viel zu lange dauert. Auch, dass es nicht zu wenige Filler Folgen gibt, macht das Ganze nicht besser.

Nichts desto trotz ist der Anime und vor allem die Filme davon, einfach großartig und zeigen, mit viel Herzblut und Liebe der Mangaka Gosho Aoyama an der Story, sowie an den Charakteren, arbeitet. Auch die verschiedenen Intros, die der Anime im Laufe der Zeit spendiert bekommen hat, sind einfach fantastisch und lösen immer wieder eine Gänsehaut bei mir aus.

Der Anime hat zwar im Laufe der Zeit mein Interesse aufgrund des vorher geschilderten Problems etwas verloren, jedoch habe ich bis jetzt alle Filme gesehen und muss sagen, dass jeder Einzelne davon echt sehenswert ist. Ende Mai wird der 21. Detektiv Conan Film in den deutschen Kinos laufen. Diesen werde ich mir ebenfalls ansehen und auch eine Review für euch schreiben.

Bildquelle: Wikipedia

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