Netflix und die Oscars. Eine leidige Geschichte. Zumindest für den Streaming-Dienst.

Wie die LA Times berichtet hat Netflix Interesse daran, eine Kinokette zu kaufen. Grund hierfür sind die Regularien für die Vergabe der Oscars. Für diesen kommt man nämlich erst dann in Frage, wenn ein Film mindestens eine Woche in einem Kino in Los Angeles und New York gelaufen ist.

Zuerst war es geplant die Landmark Theatres, welche Mark Cuban gehören, zu kaufen. Leider war die Kette zu groß und der aufgerufene Preis zu hoch.

Trotzdem verfolgt man weiterhin den Plan, eine kleine Kette zu kaufen, um bei den Oscars endlich Anklang zu finden. Auch hofft man, wenn die Filme auf der großen Leinwand gezeigt werden, neue Regisseure und Stars anzuziehen.

Im Moment sind namenhafte Vertreter wie David Ayer, Matt Reeves, Adam Sandler, David Mackenzie und Martin Scorsese an Bord. Gerne würde man aber auch Leute wie Steven Spielberg an Land ziehen. Für Ihn und andere sind Filme erst dann Interessant, wenn diese in Kinos gezeigt werden.

 

Natürlich würde es nicht reichen, einen Film ins Kino zu bringen um dann gleich einen Oscar zu gewinnen. Allerdings hat der Streaming-Dienst mit dem einen oder anderen Film bereits gezeigt, dass sie auf einem sehr guten Weg sind.

Filme wie „Beast of no Nation“ oder „Okja“ wären interessante Kandidaten gewesen. Ein Film wie „Bright“, wäre zwar nichts für die Academy Awards, aber in einem Kinosaal wäre der Film sicher auch gut angekommen.

Wie sich die Kinos dann gestallten, ob man hier nur Netflix Filme / Serien sehen würde, ob sich dann die Preisstrategie ändert, weiß bis heute noch niemand. Das Geld für den Kauf einer kleinen Kette, hätten sie aber. Der Umsatz von Netflix stieg auf 3,7 Milliarden Dollar, ein Zuwachs von 40 Prozent zum Vorjahreszeitraum. Der Nettogewinn stieg auf 290,1 Millionen Dollar. Auch die Userzahlen sind um 7.4 Mio. Zuschauer auf 125 Millionen gestiegen.

 

Zuletzt muss man aber erwähnen, dass es in der Vergangenheit bereits mit Oscar-Nominierungen geklappt hat. Für „Mudbound“ wurde nicht nur die erste Frau (Rachel Morrison) für die Beste Kamera, sondern der Film wurde auch für das bestes adaptierte Drehbuch, Bester Filmsong und für die beste Nebendarstellerin, nominiert. Das zeigt einmal mehr, dass Netflix bei den Preisverleihungen ein ernst zu nehmender Konkurrent für Hollywood wäre.


Bildquelle: www.Netflix.de, www.screenrant.com

 

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