Was für ein Erfolg! Der Film Black Panther erklimmt wenige Wochen nach seinem Kinostart weiterhin fleißig die steile Treppe der Einspielergebnisse im Marvel Cinematic Universe und kratzt bereits jetzt krallenscharf an der magischen 1-Milliarde Marke. Damit setzt sich der Streifen um den König Wakandas T’Challa-authentisch gespielt von Chadwick Boseman-gekonnt zwischen seine gigantischen Vorgänger wie The Avengers, Civil War und Thor: Ragnarok. Das Erfrischendste: Dies gelang dem Studio mit dem wohl diversesten Cast der jüngeren Filmgeschichte und ohne dabei die kulturellen Aspekte der Vorlage zu ignorieren oder markttauglich an das „westliche Erwartungsbild“ anzupassen. Chapeau und gerne mehr davon! Unsere Welt und ihre Bewohner ist viel zu schön um in einem identitären Einheitsbrei vermust zu werden!

Dies wäre nicht möglich gewesen ohne Ruth Carter, Kostümdesignerin von Black Panther und Produktionsdesignerin Hannah Beachler. Sie nutzten die Monate der Pre-Prodution ausgiebig um tief in den magischen Kontinent Afrika einzutauchen und so viel Inspiration we möglich nach Wakanda mitzunehmen.

Fangen wir mit T’Challa an.Augenmerk auf den königlichen bunten Schal.  Es handelt sich hierbei um die Stoffart Kente, eine Art Seiden-Baumwoll-Stoff, welcher traditionell vom Volk der Akan in Ghana getragen wird.

Königin Ramonda ist im Film mehrfach mit einem erhabenen,auffälligen Kopfschmuck zu sehen. Dieser ist eine Anspielung auf den berühmten Kopfschmuck der Zulu-Frauen, den sog. „Isicholos“ . Dieser wird zu besonderen Anlässenvon verheirateten Frauen der Bevölkerung getragen

Shuri und die Dola Milaje sind mit auffälligen Metallringen um den Hals geschmückt. Dieser wird in Simbabwe/Süd Africa von Frauen des Ndebele Stammes getragen und symbolisiert Gesundheit und Reichtum. Sie werden dabei aus Gold oder Kupfer gefertigt. Für den Film wurden die Halsringe aus einem flexiblen Schaumstoff gefertigt, der Gold-Effekt kam durch die Bemalung zustande.