Publisher: Bethesda
Plattformen: PC, PS4, Xbox One
Erscheinungsdatum: 10. November

Willkommen im Ödland von Boston. Bevor wir uns mit dem eigentlichen Spiel beschäftigen, sollten wir uns erst mal die Einzelheiten zum Fallout Universum und Bethesda anschauen.

Wer oder Was ist Bethesda?
Bethesda ist unser heißgeliebter Publisher, der uns drei berühmte „Game of the Year“ Spiele („Fallout 3“, „TES: Oblivion“, „TES: Skyrim“) bescherte. Und gesegnet sei der ehrenwerte Sir Todd Howard der bei all diesen Spielen dabei war und insgeheim das Gesicht von Bethesda ist.

Was ist das Fallout Universum?
Fallout ist die Postapokalypse die jeder sucht und braucht. Meist bist du der Überlebende einer Vault (ein sogenannter Schutzbunker der Vault-Tec) und suchst eine Familienmitglied, was das dich so kaltherzig aus deiner schönen Vault in ein nuklearverseuchtes Ödland zerrt. Monster überall. Raider. Und merkwürdige Gestalten die neben einer Atombombe leben, weil sie meinen, dass diese heilig ist.

Welche Vorbereitungen sollte ich vor dem Spielen von Fallout 4 treffen?
Vermeidet unter allen Umständen den hype-train! Selbst wenn Sir Todd Howard euch im Schlaf etwas zuflüstert. Nicht einsteigen! Ich sitze nämlich schon im Zug seitdem es auch nur eine Andeutung gab, dass es vielleicht einen Trailer von Fallout 4 geben soll. Und Bethesda lässt euch dann nicht los. Sobald ihr nicht mehr von Fallout träumt, schmeißt euch Bethesda einen neuen Happen zu und ihr werdet es so lange anschauen bis das nächste kommt. Solltet ihr aber zu den tragischen Kandidaten gehören, die mit mir im Zug sitzen. Kündigt euren Job. Sagt euren Kinder Adieu und wünscht ihnen schon mal alles Gute für die nächsten 10 Geburtstage. Deckt euch mit Drinks und Knabberzeug ein und lasst euch mit Zug mitnehmen. Während Sir Todd Howard, Unser Erretter und Erlöser, durch die Sprechanlagen ruft: „Nächster Halt: Fallout 4!“

    Wir haben Fallout 4 für euch ausgiebig getestet mit der Pip-Boy Edition.

Wir werden in diesem Review keine Story spoilern, sondern genau aufschlüsseln was so anders an Fallout 4 zu seinen Vorgängern ist und warum man sich dieses Spiel kaufen sollte.

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Wie wir schon wissen spielt dieses Fallout in Boston und das post-apokalyptische Boston ist bunt und belebt. Während man in Fallout 3 eher eine düstere Welt rund um D.C. hatte, wachsen hier Pflanzen und Menschen leben in kleinen Siedlungen oder in großen Städten wie Diamond City. In Fallout 4 baut man diese Siedlungen auf. Versorgt sie mit Nahrung und Wasser und beschützt sie bei Angriffen. Das Bauen und auch das Verwehrten der Häuser ist sehr einfach und macht Spaß. Ich selber habe am Anfang die meiste Zeit damit verbracht meine Siedlung auszubauen. Wie in Fallout New Vegas kann man auch ihr seine Waffen bauen und aufbessern, sowie eine Powerrüstung, die man dann wie, alles andere, reparieren und modifizieren kann.

Die Quests sind abwechslungsreich und manchmal hat man nur wenig Anhaltspunkte, die man dann finden muss. Die Gespräche zwischen den Bewohnern sind sehr gut. Man hat leider nicht mehr die große Auswahl zwischen Antworten, aber dafür sind alle vertont und die Gespräche sind offen, was heißt, dass man Gespräche beenden kann, in dem man sich von der Person entfernt. Die deutsche Synchronisation ist teilweise sehr gut und hat nur ein paar Schwächen, während die Untertitel manchmal nicht hinterher kommen oder gar nicht erst auftauchen.
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Das V.A.T.S., was man aus Fallout 3 kennt, hat auch seinen Auftritt in Fallout 4. Doch dieses mal ist es nicht stillstehend, sondern dynamisch. Die Zeit verlangsamt sich nur in dem Modus und daher hat man mehr Optionen und Möglichkeiten, die man beim eingefrorenen V.A.T.S. von Fallout 3 nicht hatte.
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Nun kommen wir zur nächsten großen Veränderung: Das Perk System. Ausgehend von allem stehen die S.P.E.C.I.A.L Attribute. Diesen könnt ihr wie bei allen Fallouts Punkte am Anfang zuordnen. Dann könnt ihr bei jedem Leveln, ausgehend von den Punkten die ihr bei euren Attributen verteilt habt, Punkte an die Fähigkeiten verteilen oder an eure Attribute. Dabei müsst ihr keine bestimmte Reihenfolge einhalten, sondern könnt wild drauf los leveln.

Kritikpunkt ist wie bei allen schon erwähnt die Grafik. Auch wenn Bethesda selber gesagt hat, dass sie mehr Wert auf die Story legen, hat die Grafik von Fallout 4 doch ein paar Probleme. Es gibt einige Bugs und Glitches und allgemein kann man Fallout nicht auf die gleiche Stufe wie andere Grafikbomben der PS4 stellen.
Obwohl die Synchronisation gut ist und die Synchronsprecher die Figuren mit ihren Emotionen zum Leben erwecken, treten trotzdem einige Fehler auf in denen sich der Mund bewegt, aber keine Stimme herauskommt. Was noch schlimmer als die Glitches sind, sind die Untertitelfehler. Ich spiele sehr gerne mit Untertitel weil ich immer was für das Auge brauche, doch bei Fallout 4 hängen diese ziemlich hinterher oder bleiben ganz weg.

Noch ein Minuspunkt sind die Ladezeiten und ja ich weiß, Bethesda hat gesagt, dass… .
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Doch im großen Ganzen ist Fallout 4 um einiges aktiver als Fallout 3. Im Pip-Boy bewegt sich alles und auch die Ghule sind nun keine leichten Gegner mehr, weil sie meistens mit einer ganzen Gruppe auf dich stürmen oder einfach vor dir aus einem Berg von Leichen aufstehen. Viele Gegner handeln intelligenter und manche sind schwer zu besiegen. Deswegen müsst ihr euch nicht schämen, wenn ihr das Spiel auf normal stellen müsst. Die NPCs reagieren auf euch und eure Aktionen und geben euch beiläufig Hinweise auf neue Aufgaben. Das Wetter ändert sich und trägt noch einige Überraschungen mit sich, mit denen ich kaum gerechnet hätte.

Wer auf Post-Apokalypse in einem von Guhlen und synthetischen Lebewesen verseuchtes Minecraft mit einem leichten Hauch von Raidern und einer Prise Realismus. sowie als Zuckerguss eine sehr gute Story steht, der ist mit Fallout 4 sehr gut aufgehoben.

 

Daher bekommt Fallout mein erstes Bienchen.

bee

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