Worum geht’s ?

Eine Gruppe von 3 Freunden, die sich mit Diebstählen was dazu verdienen, scheinen das perfekte nächste Opfer gefunden zu haben. Ein gealterter Kriegsveteran, der in einem kleinen abgelegen Haus lebt und dazu auch noch blind ist. Was soll da schon schiefgehen ? Doch was so vermeintlich leicht erscheint, wird schon bald zum Albtraum für die drei, denn der Veteran hat sich auf mögliche “Gäste“ gut vorbereitet.

Kritik.
Fede Alvarez feierte 2013 mit “Evil Dead“ ein durchaus gelungenes Debüt. Sowohl bei Kritikern als auch beim Publikum kam der Film gut an. 3 Jahre später nun seine zweite Regiearbeit. Alvarez fackelt nicht lange und stellt die Charaktere, deren Motivation und die Ausgangslage kurz und knapp vor. Nach wenigen Minuten befindet sich der Zuschauer mit den 3 Einbrechern im Haus.
Der nicht wirklich ernstgenommene blinde Hausbesitzer wird vermeintlich außer Gefecht gesetzt. Die Beute kann also geholt werden. Doch der Veteran, gespielt von Stephen Lang, wird auf die Einbrecher aufmerksam und es beginnt eine nervenzerreißende Hetzjagd. Dont Breathe ist unglaublich spannend. Von der ersten bis zur letzten Minute ist die dichte Atmosphäre bis ins Mark zu spüren. Dabei setzt Alvarez nicht auf simple Jump Scares, sondern auf cleveren Nervenkitzel.
Die Kameraführung ist exzellent, ein Soundtrack ist praktisch nicht vorhanden und wird wenn überhaupt nur minimalistisch eingesetzt. Dont Breathe lebt von den Geräuschen, die unsere Protagonisten machen und die darauf entsprechende Reaktion von Lang. Getragen wird der Film aber definitiv auch von seinen großartigen Darstellern. Allen voran “Avatar-Bösewicht“ Stephen Lang, der den blinden Hausbesitzer absolut großartig spielt. Seine Mimik und Gestik sind exzellent und präzise. Die Schocks sind mitreißend und der Psychoterror ist wahnsinnig intensiv. Brutal ist Dont Breathe zudem auch, das FSK 16 absolut berechtigt. Zu kritisieren ist zum einem die manchmal etwas fragwürdige Logik bzw. die Handlungen der Protagonisten und das etwas in die Länge gezogene Ende. Aber, das ist schon meckern auf hohem Niveau.

Fazit:
Dont Breathe ist der beste Psychothriller des Jahres. Unglaublich atmosphärisch, wahnsinnig intensiv, clever geschrieben und von starken schauspielerischen Leistungen getragen. Zudem sehr brutal und mit perfekt abgestimmten Timing. Eine absolute Empfehlung für Genrefans !

 8/10 Punkte 

 

 

Kommentare