Wer sich gern mal ein Bier gönnt, ist bei Gambert richtig aufgehoben. Mit leichtem Humor und einer etwas unverblümten Darstellung von Gewalt und Alkoholkonsum kommt der erste Band der GAMBERT Reihe vom Splitter Verlag in unser Haus. Doch wer ist Gambert eigentlich?

 

Bevor sich Gambert in einem Wald niederließ, lebte er in der sogenannten „Anderswelt“. Eine Welt bevölkert von Fabelwesen, Göttern und anderen Kreaturen mythologischer Herkunft. In der Anderswelt war Gambert als der Gott des Bieres bekannt, was sich im Comic auch mehr als nur einmal bemerkbar macht. Nach einer langen Zeit in der Anderswelt entschließt sich unser Hauptcharakter seine Göttlichkeit aufzugeben und den Übergang zwischen seiner Welt und der „Einfachwelt“, welche mit unserer Welt vergleichbar ist, zu bewachen. Seither lebt er also in seiner Hütte im Wald und trinkt sich durch den Tag. Zusammen mit seiner Gefährtin Umbra, die sich als gestaltwandelndes, katzenähnliches Wesen zeigt, lebt er von einem zum nächsten Tag. Eines Tages jedoch scheinen die Fabelwesen, die in die Anderswelt verbannt wurden, einen Weg in die Einfachwelt zu finden und Gambert ist der Einzige, der sie aufhalten kann. Ob er das gemeinsam mit Umbra meistert, könnt ihr im Comic erfahren.

Kommen wir nun zu meiner persönlichen Meinung des Werkes. Insgesamt hat mir der Band leider nur mittelmäßig gefallen. Grafisch und zeichnerisch sehe ich den Comic als solides Gesamtwerk an. Vor allem die Details und Referenzen zu anderen bekannten Figuren hat mir das Lesen noch etwas erleichtert. So sieht man an einer Stelle zum Beispiel Willy aus Biene Maja oder auch ein Rehkitz, was meiner Vermutung nach Bambi darstellen soll. Auch kleinere, charmante Witze sind beim genauen Hinsehen zu entdecken.
Storytechnisch kann ich dem Comic leider nichts abgewinnen und auch der Hauptcharakter weckt bei mir keine Sympathie. Dennoch muss ich sagen, dass der Band unterhaltsam war, aber auf eine flache Weise. Wer also die Geschichte nicht ganz so ernst nimmt und nicht viel davon erwartet, ist mit diesem Band gut bedient. Irritiert hat mich allerdings die allgemeine Aufmachung des Werkes, da es mich ein wenig an Asterix-Comics erinnert, die auch für Kinder geeignet sind. Dies ist bei diesem Comic absolut nicht der Fall, wenn man sich den Bierkonsum des Hauptcharakters anschaut und teilweise unerwartet, blutige Panels betrachtet.

Alles in allem kann ich sagen, dass ich mir diesen Comic persönlich nicht kaufen würde, da mir die Story einfach zu wenig bietet. Für den Preis von 13,95 € kann er aber einen angemessenen Unterhaltungswert bieten.

 

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